WannaCry, Sony, Swift...: USA klagen Nordkoreaner an

Die US-Regierung hat gestern einen nordkoreanischen Mann angeklagt. Er soll unter anderem für die WannaCry-Attacke letztes Jahr und für den Sony-Hack im Jahr 2014 mitverantwortlich sein. Dies berichtet 'Reuters'. In der Anklage wird dem Mann auch vorgeworfen, den Cyber-Raubüberfall auf die Zentralbank von Bangladesch 2016 und eine Reihe von weiteren Angriffen, insbesondere auf US-Unternehmen, durchgeführt zu haben.
 
Der 34-jährige Angeklagte gehört dem Bericht zufolge zur bekannten Hacker-Gruppe Lazarus, die immer wieder mit der nordkoreanischen Regierung in Verbindung gebracht wird. Auch erfolglose Versuche, in die IT-Systeme des Rüstungskonzerns Lockheed Martin einzudringen, sollen auf das Konto der Gruppe gehen.
 
Die Gruppe soll zudem hinter dem Angriff auf Sony stecken, bei dem 2014 eine riesige Menge an Daten gestohlen wurde. Bereits damals wurde gemutmasst, dass der Angriff aus Nordkorea kam. Im spektakulären Hackerangriff auf die Zentralbank Bangladeschs konnten die Angreifer 81 Millionen Dollar erbeuten. Nur kurze Zeit später kam ein Bericht von Symantec zum Schluss, dass hinter dem Sony-Angriff und dem Cyber-Bankraub die selbe Gruppe stehe. Bei der Wannacry-Attacke letztes Jahr wurden tausende von Unternehmen weltweit mit Ransomware infiziert. (kjo)