Bundesrat schafft gleich lange Spiesse in der Netzinfra­stuktur-Branche

Ab dem 1. Oktober gilt der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Netzinfrastruktur-Branche für alle Firmen, die in diesem Bereich tätig sind. Der Bundesrat hat den GAV, der seit Mitte 2016 in Kraft ist, für allgemeinverbindlich erklärt, wie die Gewerkschaft Syndicom mitteilt.
 
Dies bedeutet, dass auch ausländische Dienstleister und temporär beschäftigte Mitarbeitende künftig dem Vertrag unterstellt sind. Die Firmen müssen einen Rahmen für Arbeitszeit, Mindestlohn, Zulagen, Ferien, Erfassung der Arbeitszeit und klare Regelungen der Pflichten bei Anstellung sowie Kündigung einhalten. Damit werde es hiesigen Unternehmen ermöglicht, mit der ausländischen Konkurrenz weiterhin mitbieten zu können, so Syndicom.
 
Bislang waren rund 40 Firmen mit etwa 2500 Angestellten dem GAV unterstellt, die der Vereinigung von Firmen für Freileitungs- und Kabelanlagen (VFFK) oder dem Schweizer Netzinfrastrukturverband (SNiv) angehören. Nun kommen weitere 30 Schweizer Betriebe mit ungefähr 500 Mitarbeitern dazu.
 
Zur Netzinfrastruktur-Branche werden alle Unternehmen gezählt, die in der Planung, Errichtung und dem Unterhalt von Netzwerken in den Bereichen Energie, Telecom, Transport und Verkehrstechnik tätig sind. (ts)