HP kündigt 3D-Drucker für Metallteile an

Der PC- und Printer-Hersteller HP will ein ernsthafter Player in der Industrie werden. Nachdem HP 2016 die ersten "Jet Fusion" 3D-Drucker für industrielle Anwendungen vorgestellt hat, präsentierte man diese Woche nun 3D-Drucker für Metalle. Wenig überraschend werden sie "Metal Jet" heissen.
 
Die Metallteile-"Drucker" sollen gemäss HP 50 mal produktiver arbeiten, als vergleichbare Maschinen, die es heute gibt. Wirklich reif für den Einsatz in der Massenproduktion werden die 3D-Drucker erst nächstes Jahr sein.
 
HP arbeitet mit zwei Industrieherstellern zusammen, die mit HP-Druckern Metallteile für Kunden wie Volkswagen oder den Pumpenhersteller Wilo produzieren sollen. Beide sind bereits heute darauf spezialisiert, Teile unter dem Einsatz pulvermetallurgischer Verfahren herzustellen. HP wird nicht selbst als Produzent von Metallteilen auftreten.
 
Die ersten Produkte, die mit den Metall-3D-Druckern hergestellt werden sollen, sind technisch nicht anspruchsvoll, aber teuer herzustellen. VW wolle mit personalisierten Schlüsselringen oder individualisierten Namensschildern beginnen. Später will VW Schaltknäufe und Spiegelhalterungen "drucken", schreibt HP in einer Mitteilung.
 
Kommerzielle 3D-Drucker der Metal-Jet-Familie werden in der Schweiz ab 2020 an Kunden ausgeliefert. Die grossen Systeme werden rund 450'000 Franken kosten, heisst es aus Dübendorf.
 
HP setzt eine Technologie namens Binder Jetting ein. Dabei wird ein pulverförmiges Ausgangsmaterial, in diesem Fall Metallpulver, mit einem "Binder"-Material verklebt. Dafür setzt HP Technologien ein, die mit derjenigen von Inkjet-Druckern verwandt sind. (hc)