Microsoft stellt Windows Virtual Desktop vor

Im Rahmen der Ignite-Konferenz in Florida präsentierte Microsoft "Windows Virtual Desktop" (WVD). Die auf Azure betriebene Lösung sei für Office 365 ProPlus optimiert und biete kostenlose verlängerte Sicherheitsupdates für Windows 7, schreibt Microsoft in einem Blogeintrag.
 
Es sei das einzige Windows, das mehrere Nutzer unterstützt: IT-Admins können mit WVD Remote-Desktop-Sitzungen mit mehreren Benutzern anbieten, die in derselben virtuellen Maschine mit Windows 10 oder Windows Server angemeldet sind, präzisieren die Redmonder.
 
Lizenzen für WVD werden ohne zusätzliche Kosten im Rahmen von Windows Enterprise und Education E3 und E5 zur Verfügung gestellt, schreibt 'ZDNet'. Bezahlt werden müssen die Azure-Ressourcen, die für den Betrieb des virtuellen Desktops benötigt werden sowie der benötigte Speicherplatz, heisst es von Microsoft. Ein typischer Angestellter, der mit Office 365 arbeite, benötige rund zehn US-Dollar an Azure-Ressourcen, sagte das Unternehmen zu 'Ars Technica'.
 
Die Lösung eigne sich nicht nur, um einen vollständigen Windows-Desktop bereitzustellen. Mit WVD liessen sich auch einzelne Apps virtualisieren, so der Blogeintrag weiter. Beinhaltet sind auch die Security- und Verwaltungsfunktionen von Microsoft 365.
 
Wann genau Windows Virtual Desktop allen Kunden zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht bekannt. Derzeit arbeite Microsoft daran der Public-Preview-Version, die im laufenden Jahr freigegeben werde, den letzten Schliff zu verpassen.
 
Microsoft plane, WVD auch über Microsoft Cloud-Solution-Provider anzubieten. Basierend auf der Lösung sollen Partner in der Lage sein, eigene Application- oder Desktop-as-a-Service-Angebote zu gestalten. Ausserdem arbeite man mit einer Reihe von Drittanbietern wie Citrix zusammen, sagte Microsoft gegenüber 'ZDNet'. Dies soll es ermöglichen, die WVD-Desktops mit Citrix-Tools zu managen. (kjo)