SKB schreibt Core-Banking-System aus

Aktuell ist bei der Sparkasse Bundespersonal das Kernbankensystem IBIS3G im Einsatz. Betrieben wird es von DXC.
 
Die Sparkasse Bundespersonal (SKB) der Eidgenössischen Finanzverwaltung schreibt ein Kernbankensystem inklusive Dienstleister für den Betrieb aus. Dies geht aus einer Publikation auf der Plattform Simap hervor.
 
Derzeit ist bei der SKB IBIS3G im Einsatz, womit die Sparkasse zum überschaubaren Kundenkreis der Lösung gehört, deren Rechte seit Sommer 2018 bei DXC Technology liegen.
 
Auch die Sparkasse Bundespersonal lässt ihr Kernbankensystem von DXC betreiben, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) auf Anfrage von inside-it.ch bestätigt. Ob man bei IBIS bleiben werde oder nicht, hänge von den Offerten ab. "Ein Wechsel des Kernbankensystems hängt davon ab, welcher Anbieter den entsprechenden Zuschlag erhalten wird", so der Kommunikationsverantwortliche des EFDs.
 
Wie aus der Ausschreibung hervorgeht, ist geplant, einen Anbieter als Generalunternehmer zu beauftragen. Der Application Service Provider soll die IT-Bankenlösung betreiben sowie ausgewählte Geschäftsprozesse abwickeln (BPO). Vorgegeben wird, dass sämtliche Daten ausschliesslich in der Schweiz gehalten und bearbeitet werden.
 
Die Vertragslaufzeit beträgt mindestens sieben Jahre ab 2020 und es besteht eine Option zur Verlängerung von 2027 bis 2032.
 
Als Option wird ausserdem ein alternatives E-Banking Login-Verfahren ausgeschrieben. Dieses soll die 2-Faktor-Authentisierung ohne Smartphone ermöglichen.
 
Eine zweite Option gibt es für projektbasierte Weiterentwicklungen, Anpassungen und Erweiterungen der Bankenlösung sowie für neue Leistungen für die SKB, die sich durch die Erweiterung des Portfolios des Anbieters ergeben könnten. Dafür werde ein Budget in der Höhe von insgesamt 4,2 Millionen Franken über die gesamte Laufzeit des Betriebsvertrages eingeplant. Für Weiterentwicklungen soll der Anbieter über die gesamte Laufzeit Ressourcen im Umfang von rund 1'500 Personentagen zur Verfügung stellen. Die Differenz zwischen den budgetierten 4,2 Millionen Franken und den offerierten Kosten für die 1'500 Personentage werde für neue Leistungen aus dem Portfolio des Anbieters für die SKB als Budget vorgehalten.
 
Die SKB gehört organisatorisch der Abteilung Bundestresorerie der Eidgenössischen Finanzverwaltung an und betreut 22‘500 Kunden mit einem Sparvolumen von 2,7 Milliarden Franken. Das Dienstleistungsangebot beinhaltet nur das Sparen und den Zahlungsverkehr in der Schweiz. (Katharina Jochum)