Walmart zwingt Salat-Bauern in die Blockchain

Spätestens Ende Januar 2019 müssen sich alle direkten Lieferanten von Salaten, Lattichen und anderem Grünzeugs des US-Detailhandels-Riesen Walmart an der Food Trust Blockchain von IBM beteiligen. Dies berichtete das 'Wall Street Journal' (Paywall) letzte Woche. Unterlieferanten, also Firmen und Bauern, die keine direkte Geschäftsbeziehung zu Walmart haben, müssen bis Ende September 2019 bei Food Trust mitmachen.
 
In der Blockchain werden Daten von Nahrungsmitteln wie etwa die Temperatur zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Lieferkette gesammelt. Sie ist nicht öffentlich und die Lieferanten der Daten können bestimmen, wer Zugang zu welchen Informationen haben soll.
 
Mit Food Trust will man sich einen genaueren Überblick über das Geschehen in Nahrungsmittel-Lieferketten verschaffen. Man hat das auf eine "Permissioned" Blockchain aufbauende System von IBM in den letzten 18 Monaten mit Blaubeeren, Mangos, Babynahrungsmitteln, Hühnern und anderen Nahrungsmitteln getestet.
 
Food Trust soll die Nahrungsmittelsicherheit erhöhen und die -Verschwendung senken. Das 'Wall Street Journal' berichtet von einem Fall, in dem 210 Menschen in den USA erkrankten und fünf Menschen starben, weil sie mit Kolibakterien verschmutzten Lattich aus Arizona konsumierten. Mit Food Trust könnte man überprüfen, woher ein bestimmtes Nahrungsmittel stammt und damit sicher sein, dass es nicht zu den problematischen gehört.
 
Der direkte Einkauf im Bauernladen um die Ecke könnte alternativ auch helfen. (hc)