Facebook-Hack: Weniger als fünf Millionen Betroffene in der EU

Der erfolgreiche Hacker-Angriff auf Facebook mit rund 50 Millionen betroffenen Nutzern wird wohl zum Prüfstein für die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU. Die zuständigen irischen Datenschützer haben sich in einem Tweet "besorgt" gezeigt und zusätzliche Informationen verlangt.
 
Offenbar hat die Behörde auch solche erhalten. Weniger als zehn Prozent der Betroffenen stammt aus der EU. Das teilte die Datenschutzbehörde via Twitter mit. Facebook habe zugesichert, "bald" ausführlichere Informationen liefern zu können, hiess es im Tweet weiter.
 
Facebook hatte die irischen Datenschützer letzte Woche offenbar rechtzeitig – nämlich innert drei Tagen nach Entdeckung – über den Hack informiert. Unternehmen drohen nach der DSGVO bei Datenschutz-Regelverletzung Strafen von bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes. Das heisst, Facebook könnte eine Busse von 1,6 Milliarden Franken aufgebrummt erhalten.
 
Weitere Informationen zur Herkunft der Hacker und der Betroffenen sind bislang keine bekannt. Und nur wenige konkrete Informationen zum Exploit.
 
Auch unbekannt ist, ob Nutzer des Facebook-Logins zu Websites von Dritten – beispielsweise Spotify oder Airbnb – betroffen sind. Facebook hatte die Möglichkeit eingeräumt. (mag)