Noch keine HANA-Lust, auch bei grossen Schweizer Firmen

Der Schweizer IT-Dienstleister GIA Informatik hat in diesem März und April Schweizer Unternehmen zu verschiedenen Themen im Bereich Digitalisierung und dem Einsatz ihrer SAP-Systeme befragt. Die Führungskräfte von 39 Unternehmen lieferten Antworten. Die meisten der beteiligten Unternehmen stammten dabei aus dem Segment der grossen KMU: 41 Prozent haben zwischen hundert und 500. Ein Drittel waren Grossunternehmen mit über 1000 Angestellten.

 
Wie sich zeigt, ist trotz der Grösse der beteiligten Unternehmen die von SAP nun schon seit Jahren propagierte In-Memory-Datenbank HANA nur bei einer Minderheit ein Thema. Nur 10,5 Prozent haben HANA im Einsatz, nur weitere 18,4 Prozent planen eine Einführung in näherer Zeit.

Dementsprechend scheint auch der grösste Teil der SAP-Anwender die auf HANA basierende neue Version der ERP-Software SAP S/4HANA erst einführen zu wollen, wenn sie nicht mehr darum herum kommen.

Dies, obwohl man auch mit dem bestehenden SAP-System keineswegs rundum zufrieden ist. Vor allem in Sachen Einfachheit überzeigt SAP weniger als einen Drittel Verantwortlichen der Anwenderunternehmen.

SAP redet oft und gerne von Digitalisierung. Dieses Thema ist definitiv auch bei Schweizer KMU angekommen.

Eine grosse Mehrheit sieht die Digitalisierung als Chance.

Wobei weiterhin der grösste Teil der Befragten Digitalisierungsprojekte als Chance sieht, eigene Prozesse zu optimieren. (Kommentare: hjm)