UBS konkretisiert das Insourcing in Indien

"Insourcing in Indien" statt "Outsourcing nach Indien" heisst die neue Devise bei der UBS. Die Grossbank bestätigt entsprechende Berichte aus Indien und unterlegt diese mit Zahlen und Hintergründen. Dies meldet das Finanzbranchen-Medium 'Finews'.
 
Die Zahlen, welche UBS auch gegenüber inside-it.ch bestätigt: Künftig will die Bank rund 60 Prozent der Tätigkeiten im Backoffice und der IT in Indien durch eigene Angestellte erledigen.
 
Beim Insourcing geht es um Informatiker, Statistiker und andere hochqualifizierte Mitarbeitende. Andere, simplere Aufgaben sollen weiterhin wegautomatisiert werden, das betrifft sicher Call-Center-Jobs, aber wohl auch Informatiker mit einfacheren Aufgaben.
 
An unterschiedlichen Standorten sollen eigene "Insourcing-Hubs" auf- und ausgebaut werden. Im indischen Navi Mumbai bedeutet dies 3000 Arbeitsplätze, ein weiterer Hub ist in Pune lokalisiert.
 
Dennoch bleiben Cognizant, Wipro und Tata Aufträge der Grossbank: In Indien arbeiten von 11'000 UBS-Lohnempfängern aktuell 8'000 bei Outsourcing-Dienstleistern. Vor wenigen Monaten hatte Harald Egger, UBS-Chef "Group Sourcing" und Indien-Länderchef in Personalunion, laut 'NZZ' gesagt, die Bank zähle in Indien rund 2000 interne sowie 10'000 externe Mitarbeiter.
 
Der Strategiewechsel betrifft Cognizant in spezieller Weise. Laut 'Finews' hatte die UBS Millionen in ein eigenes Servicezentrum in Hyderabad investiert, dieses dann 2009 für 450 Millionen Dollar an Cognizant verkauft. (mag)