UNO: Schweiz schliesst im E-Government zur globalen Spitze auf

Die Schweiz liegt im globalen Vergleich der E-Government-Entwicklung auf dem Rang 15. Sie hat damit im Gesamtindex seit 2016 13 Ränge dazu gewonnen.
 
Dies zeigt der Report "2018 UN E­Government Survey" der UNO-Abteilung für Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten. Die Umfrage misst die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien durch die Länder zur Erbringung öffentlicher Dienstleistungen in Form eines Indexes. Dieser umfasst den Umfang und die Qualität von Online-Diensten von Behörden, den Status der Telekommunikationsinfrastruktur und einem "Human Capital Index" (Alphabetisierung und Schulbildung insgesamt). Teilweise gibt es Rankings nur nach Regionen aufgeteilt, zum Teil Scores in Einzelbereichen. Hier zeigt sich, dass die Schweiz bei Online-Diensten, Infrastruktur und im "Humankapital" gut mithalten kann.
 
Auffällig: In der Teilkategorie "E-Partizipation" hat sie sich gleich um 31 Ränge verbessert und liegt nun auf Rang 41 weltweit.
 
Estland hinter die Schweiz zurückgefallen
An der Spitze über alle Kategorien hinweg stehen Dänemark vor Australien und Südkorea, auch Singapur (Rang sieben) und die USA (Rang elf) sind vertreten. Estland und China, immer wieder als E-Government-Avantgarde herausgestrichen, liegen beide hinter der Schweiz: Estland wird mehrfach explizit erwähnt, aber landet dennoch "nur" auf Rang 16 (2016: 13). Und China findet sich nicht unter den Top-40-Nationen, welche die UNO als "führend" bezeichnet.
 
Liechtenstein liegt auf Rang 23 und darf sich ebenfalls zu den Aufsteigern mit einem sehr hohen E-Government-Entwicklungsgrad zählen. Weitere Aufsteiger des Jahres sind Weissrussland, Kasachstan und Griechenland.
 
Die Avantgarde des E-Governments ist von europäischen Ländern geprägt, so die Mitteilung der UNO. Afrikanische Länder hinken hinterher. Das kann damit zusammenhängen, dass Länder mit hohem Einkommen generell unter den E-Government-Spitzenreitern anzutreffen sind. Aber grundsätzlich gewinnt E-Government praktisch überall an Bedeutung.
 
Es handelt sich bei diesem Index um den einzigen Bericht, der die E-Government-Leistungen der 193 UNO-Mitgliedsstaaten vergleicht. Er umfasst 300 Seiten und kann kostenlos heruntergeladen werden (PDF). (mag)