Immer mehr Zürcher Startups erhalten immer mehr frisches Geld

Im ersten Halbjahr 2018 haben europäische Startups mehr frisches Kapital erhalten als je zuvor. Dies eine Aussage des neuen Startup-Barometers der Berater von EY. Investiert wurden 10,2 Milliarden Euro (plus 27 Prozent) und auch die Anzahl von Deals stieg deutlich auf 1995 (plus 19 Prozent).
 
Auch in der Schweiz stieg die Zahl der Finanzierungsrunden deutlich auf 124 (im vorherigen Halbjahr waren es noch 71 gewesen). Ein viel grössere Anzahl Deals wurden in den drei grossen europäischen Märkten Grossbritannien, Frankreich und Deutschland abgeschlossen.
 
Der vergleichsweise kleine Markt Schweden – auch bekannt als sozialdemokratische "Steuerhölle" und das Geburtsland von Spotify – konnte 137 Finanzierungsrunden verzeichnen. Es liegt damit auf Platz vier und knapp vor der Schweiz.
 
Nichts anderes zeigt die Analyse der Finanzierungsvolumen in den europäischen Ländern. In Schweizer Startups flossen dabei 415 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 140 Millionen gewesen.
 
Im Städteranking platziert sich Zürich, und nicht das "Cryptovalley" Zug oder Genf, weit vorne: In den Top-Ten ist die Limmatstadt nun zu finden, ein steiler Aufstieg dank 47 Finanzierungsrunden im Untersuchungszeitraum mit einem Total von 160 Millionen Franken frischem Kapital.
 
In absoluten Zahlen – ob Anzahl Deals, totales Investitionsvolumen oder grösste Deals, bleiben London – Berlin und Paris aber unangefochten und klar vorne.
 
Die Studie beruht auf einer Analyse der Investitionen in europäische Startups, die nicht älter als zehn Jahre sind. EY publiziert das Startup-Barometer seit 2014, aktuell erscheint es halbjährlich. (mag)