PwC: Das mangelnde Vertrauen ist ein Stolperstein für Blockchain

Eine Befragung von 600 Führungskräften durch PwC zur Blockchain-Technologie hat einige überraschende Befunde ergeben: 45 Prozent der Manager glauben etwa, dass mangelndes Vertrauen eine der drei grössten Barrieren für die Adaption von Blockchain sei. Sei die Technologie zwar auch gedacht, um Vertrauen ohne Intermediär zu schaffen, bleibe sie für viele schwer verständlich, schreibt PwC in einer Mitteilung. Es entbehre nicht einer gewissen Ironie, dass die Technologie, die zur Erzielung von Konsens konzipiert sei, schon früh in der Entwicklung einen Stolperstein in der Schaffung von Regeln und Normen habe.
 
Fast die Hälfte der Führungskräfte hält zudem regulatorische Ungewissheiten für eine grosse Schranke. Auf Platz drei der meist genannten Hürden findet sich das Problem, Netzwerke zusammenzuführen.
 
Grundsätzlich ist der Tenor aber positiv: Alle würden von der Technologie reden, niemand wolle zurückgelassen werden. So haben 84 Prozent der Befragten angegeben, dass ihre Organisationen von der Forschung bis zum Proof-of-Concept mindestens teilweise etwas mit Blockchain zu
Frage: Wie weit ist ihr Unternehmen in Sachen Blockchain? Grafik: PwC
tun hätten. Erstaunlich ist dieses Resultat angesichts des galoppierenden Diskurses und der Vorhersagen nicht. So hatte etwa Gartner dem Markt bis 2030 ein Volumen von drei Billionen Dollar prognostiziert.
 
Für den Erfolg bei der Einführung der Technologie in Unternehmen nennt PwC drei strategische Felder: Man brauche einen konkreten und klaren Business-Case, müsse ein Ökosystem aufbauen, solle bewusst ein klares Design wählen und müsse schliesslich agil bleiben, um auf regulatorische Anforderungen reagieren zu können. (ts)