USA stellen Nato Mittel für Cyber-Kriegsführung zur Verfügung

Die USA stellen der Nato für Missionen und Auslandseinsätze ihre Fähigkeiten zur Kriegsführung im Cyber-Bereich zur Verfügung. Dies bestätigte US-Verteidigungsminister Jim Mattis an einem Treffen mit seinen Bündniskollegen in Brüssel.
 
Neben Grossbritannien, Dänemark, den Niederlanden und Estland hätten die Vereinigten Staaten zugesagt, "nationale Cyber-Beiträge bereitzustellen, um der Nato zu helfen, in diesem wichtigen Bereich zu kämpfen", sagte Mattis weiter.
 
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte, wichtig sei, dass die Nato und ihre Alliierten besser bei der Abwehr und Aufdeckung derartiger Angriffe würden. Der vereitelte Angriff auf die OPCW zeige, dass dies der Fall sei, sagte er.
 
Der Einsatz der von den USA und anderen Ländern bereitgestellten Cyber-Fähigkeiten bezieht sich nur auf Nato-Missionen und Auslandseinsätze, etwa in Afghanistan oder im Irak. Die Nato werde offensive Cyber-Fähigkeiten für Gegenschläge immer nur "verhältnismässig und in Übereinstimmung mit internationalem Recht" einsetzen, betonte Stoltenberg.
 
Die Nato hatte den Cyberspace 2016 zu einem eigenständigen Einsatzgebiet gemacht. Angriffe über Datennetze können seitdem wie solche durch Land-, See- oder Luftstreitkräfte behandelt werden. Dies bedeutet auch, dass Cyber-Angriffe den Bündnisfall nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrages auslösen können. (sda/hjm)