EPFL will das Lernen und Lehren digitalisieren

Die ETH Lausanne (EPFL) hat am Mittwoch das Zentrum LEARN eröffnet. Ziel ist es, Innovationen auf pädagogischer Ebene zu fördern und Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Wandels zu finden.
 
"Um mit den grossen Fortschritten der digitalen Technologie Schritt zu halten, müssen wir sowohl den Lerninhalt als auch die Lernmethode anpassen", sagte Pierre Vandergheynst, Vizepräsident, für Bildung an der EPFL, bei der Einweihung des Zentrums laut Redetext.
 
Hauptziel von LEARN ist es, translationale Forschung in den Bildungswissenschaften zu betreiben. Damit ist gemeint, dass es hauptsächlich darum geht, dass Forschungsergebnisse auch in die Praxis übersetzt werden.
 
Geleitet wird das Zentrum von Francesco Mondada. Er ist Professor am Robotic Systems Labor der EPFL und Erfinder des Roboters Thymio, der für pädagogische Zwecke konzipiert wurde.
 
Lernen, wie man (digital) lernt
Zu LEARN gehören Einrichtungen wie Swiss Edtech Collider, die rund siebzig Start-ups aus dem Bereich der Bildungstechnologien vereint, und das digitale Lernzentrum "Centre pour l'éducation à l'ère digitale" (CEDE). Letzteres hat kürzlich die App "Learning Companion" ins Leben gerufen, die Schüler lehrt, wie man lernt.
 
LEARN beschäftigt sich mit allen Ebenen des Bildungssystems, angefangen bei der obligatorischen Schule an. Der Roboter Thymio, mit dem Kinder das Programmieren ausprobieren und die Grundlagen der Robotik entdecken können, ist ein Beispiel dafür. Bislang sind 40'000 Exemplare dieses Roboters verkauft worden, die meisten davon an Schulen.
 
Eine der Aufgaben von LEARN ist zudem, den digitalen Wandel in der Ausbildung zu begleiten. So ist LEARN-Leiter Mondada zum Beispiel verantwortlich für die Koordination der Lehrerausbildung im Hinblick auf die Einführung des neuen Fachs "Informatik und digitale Projekte" im 1. Zyklus (für 4- bis 7-Jährige) im Kanton Waadt. (sda/hjm)