Snowflake will mit frischen 450 Mio. Dollar den DW-Markt aufmischen

Snowflake, Anbieter einer für die Cloud entwickelten Data-Warehouse-Lösung, hat eine Finanzierungsrunde über 450 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit konnte die US-Firma insgesamt 923 Millionen Dollar sammeln und wird mittlerweile mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet.
 
Man brauche das Geld für Expansion und Innovation in einem stark wachsenden Markt, schreibt das US-Unternehmen in einer Mitteilung. IDC hat dem Data-Warehouse-Markt bis 2020 ein Wachstum von über 40 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar vorausgesagt. Dieses Potential scheinen auch die Investoren zu sehen, unter denen sich vor allem Investorengruppen mit Technologie-Fokus finden.
 
Snowflake verspricht, mit seiner Lösung die Barrieren kostengünstig niederreissen zu können, die sowohl traditionelle Cloud- wie auch On-Premises-Lösungen bei der Einsicht in Daten mit sich bringen würden. "Die flexible, Cloud-native Data-Warehouse-Lösung des Unternehmens ermöglicht es Kunden, in kürzester Zeit relevante Erkenntnisse aus ihren Daten zu gewinnen, ohne den Aufwand und die Kosten, die für Legacy-Lösungen typisch sind", begründet Carl Eschenbach, Partner des Investors Sequonia, das Investment.
 
Diese Einschätzung scheinen nicht nur die Investoren zu teilen. 2018 konnte Snowflake unter anderem Netflix, Office Depot, Netgear und Yamaha als Neukunden gewinnen. Das Unternehmen des ehemaligen hochrangigen Microsoft-Managers Bob Muglia zählt nach eigenen Angaben insgesamt 1000 Kunden, übrigens auch den Schweizer Flop Siroop. (ts)