Suva spart mit IT-Hilfe 60 Millionen Franken

Die Suva hat 2017 sieben Prozent der bei ihr eingereichten Heilkostenrechnungen korrigiert oder abgelehnt. Sie hat damit die Auszahlung von rund 60 Millionen Franken verhindert.
 
Wie die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva mitteilte, hat sie im letzten Jahr 2,5 Millionen Rechnungen für ärztliche und therapeutische Leistungen erhalten. Über 160'000 Rechnungen blieben in der Kontrolle hängen und wurden korrigiert oder zurückgewiesen.
 
Diese Kontrolle der Arzt- und Spitalrechnungen zahlte sich für die Suva aus. Sie habe dank der Überprüfungen 2017 über fünf Prozent der Heilkosten gespart, teilte die Suva mit. Insgesamt hätten sich diese auf rund 1,2 Milliarden Franken belaufen.
 
Zur Kontrolle der Arzt- und Spitalrechnungen setzt die Suva Software ein. Diese analysiere das Abrechnungsverhalten vergleichbarer Leistungserbringer, prüfe, ob der Preis und die abgegebene Menge eines Medikamentes stimme und ob es zur Diagnose passe.
 
Dabei erkenne und korrigiere die Suva-Lösung, die seit 2017 im Einsatz ist, zehn Prozent der fehlerhaften Rechnungen automatisch. Bei den restlichen 90 Prozent wird von der IT-Lösung ein Problem identifiziert und menschliche Spezialisten der Suva nehmen sich des Fehlers an.
 
Mit Big Data, Fraud Detection und Machine Learning sei es möglich, immer komplexere Unstimmigkeiten zu erkennen, hatte die Suva bereits angekündigt.
 
2016 hatte die Suva mit IT-Hilfe ungerechtfertigte Leistungsbezüge von rund 18 Millionen Franken verhindert. (mag/sda)