"Durchbruch": Schindler lanciert Roboter für Liftbau

Foto: Zur Verfügung gestellt. (c) Schindler
Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler macht einen weiteren Schritt in Richtung Automatisierung: Er lanciert einen Roboter, der im Liftschacht klettern und autonom Arbeiten ausführen kann.
 
Der Roboter mit dem Namen "R.I.S.E" (Robotics Installation System for Elevators) sei für die Automatisierung repetitiver, körperlich anspruchsvoller Tätigkeiten entwickelt worden, teilt Schindler mit. Dazu zählten etwa das Bohren von Löchern in Betonwände oder die Befestigung von Ankerbolzen zur präziseren Montage von Führungsschienen. Es gehe somit auch um einen "neue Dimension der Arbeitssicherheit".
 
Wie Schindler-Sprecherin in einer E-Mail auf Anfrage schreibt, wurde das System von Innovationsteams in Ebikon entwickelt. Speziell in der Anfangsphase hat man im Projekt mit der ETH Zürich zusammengearbeitet. Sommerville: "Die Entwicklung erfolgte in einem kleinen Kern-Team, mit den Disziplinen Robotik, Konstruktion, Software und Sensorik/Datenanalyse. Ebenfalls wurden externe Entwickler vorwiegend aus dem Bereich Robotik beigezogen." Die Evaluation der Prototypen erfolgte dann in Zusammenarbeit mit Schindler-Monteuren und Subunternehmen.
 
Über die Kosten für die Entwicklung des Roboters macht der Lift- und Rolltreppenhersteller keine Angaben. Der Prototyp des Roboters werde nun "industrialisiert", so Sommerville.
 
Ausserdem gab Schindler bekannt, dass mit dem Council of Tall Buildings and Urban Habitat (CTBUH) eine Partnerschaft über zwei Jahre vereinbart worden sei. CTBUH ist ein Non-Profit-Organisation mit Hauptsitz in Chicago, die den Austausch von Know-how über den Bau von Hochhäusern fördert. Schindler will mit der Partnerschaft beim Thema Robotik- und Automatisierungsprozesse im Bau von hohen Gebäuden vorwärtskommen. (sda / hc)