Bergler erhalten Geld für IT-Kurse (damit sie in den Bergen bleiben)

Für Arbeitnehmende in den Schweizer Berggebieten ist die Weiterbildung allgemein und IT-Bildung speziell mit Hindernissen verbunden. Um KMU die Weiterbildung im digitalen Bereich zu erleichtern, starten die Schweizer Berghilfe und der Verband für Weiterbildung SVEB eine Offensive.
 
Die Berghilfe stellt bis Ende 2019 eine Summe von 500'000 Franken zur Verfügung. Mit dem Geld finanziert werden Anteile an den Kosten sämtlicher Weiterbildungsangebote, die auf der Plattform des SVEB verfügbar sind und einen digitalen Bezug aufweisen. Darunter fallen auch Anwenderkurse für Office-Software.
 
Die Digitalisierung sei einer der stärksten Treiber für die wirtschaftlichen Veränderungen weltweit, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von SVEB und Berghilfe. Unternehmen, deren Mitarbeitende nicht über die notwendigen Kompetenzen verfügten, gefährdeten ihre Marktstellung, ihr Überleben und damit auch Arbeitsplätze. Besonders für die Bergregionen sei aber der Erhalt von Arbeitsplätzen im Kampf gegen die Abwanderung essentiell.
 
SVEB-Direktor Bernhard Grämiger stellt in der Mitteilung fest, dass gerade KMU sehr selektiv in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden investierten. Ein zusätzliches Hemmnis für Firmen in den Bergregionen, Mitarbeitende in eine Weiterbildung zu schicken, seien die grossen Distanzen. Auch finanzielle Einschränkungen würden notwendige Weiterbildungen verhindern.
 
Interessierte Unternehmen können auf der SVEB-Kursplattform www.weiterbildung.swiss feststellen, ob sie die Kriterien für die Kostenbeteiligung durch die Berghilfe erfüllen.
 
Infrage kommen KMU aus den knapp 1000 Gemeinden im Schweizer Berggebiet. Die Definition des Gebiets basiert auf Bundesvorgaben. Die Unternehmen müssen weniger als 50 vollzeitäquivalente Stellen haben und selber die Hälfte der Kurskosten übernehmen. Der maximale Betrag, den die Berghilfe pro Unternehmen vergütet, beträgt 10'000 Franken. (sda/mag)