Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 43 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Analytics ein Milliardengrab? Hadoop bald tot?
Analytics gelten bei vielen als ein Universal-Tool für alle Business-Probleme. Inzwischen aber mehren sich die Hinweise, dass es vor allem bei den Topmanagern in Grossunternehmen einen überzogenen Glauben in die Möglichkeiten von Analytics gibt. Nun meinte der auf Analytics spezialisierte Software-Anbieter Teradata, dass der Boom bei den Analytics-Anwendungen bislang nur äusserst selten die erhofften Ergebnisse produziert habe. "Hört endlich auf, euer Geld für Analytics auszugeben – investiert endlich in Antworten", sagte der Teradata-COO Oliver Ratzesberger in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen Hausmesse "Analytics-Universe" in Las Vegas. Unser Autor Harald Weiss war vor Ort.
 
EFK: Fiscal-IT hat Performanceprobleme, unklare Betriebskosten
Das 2012 gestoppte Informatikprojekt Insieme der Eidgenössischen Steuerverwaltung war ein Millionengrab. Das Nachfolgeprojekt Fiscal-IT ist inzwischen in Betrieb –- scheint aber ebenfalls ein Sorgenfall. Die Systeme sind unzuverlässig und zu wenig leistungsfähig, stellt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) fest. So dauerte zum Beispiel das Öffnen eines Dokuments bis zu 20 Sekunden. Es fehlten Filtermöglichkeiten, die Prüfung von Rückerstattungen lief nicht automatisch. Vor allem aber konnten weder Mahnungen noch Zinsrechnungen verschickt werden. Zum Zeitpunkt der EFK-Prüfung im Frühling 2018 waren 2500 überfällige Forderungen über rund 1,8 Milliarden Franken offen.
 
Linus kanns nicht lassen
Nach nur rund einem Monat Auszeit ist Linus Torvalds zurück: Er hat sich am Open-Source Summit Europe mit den rund 40 wichtigsten Linux-Entwicklern getroffen und scheint die Zügel wieder zu übernehmen. "Linus, Ich gebe dir den Kernel-Tree zurück. Viel Spass dabei, das Merge-Fenster zu handeln", sagte dann auch Greg Kroah-Hartmann, der die Kernelentwicklung interimsmässig führte. Torvalds wollte sich in der selbstverordneten Pause menschlich weiterentwickeln und Hilfe in Anspruch nehmen wolle, um "die Emotionen von Menschen zu verstehen und entsprechend zu reagieren". Das ging anscheinend ziemlich schnell.
 
Schweizer CS holt Chef-Digitalisiererin in die GL
Soeben ist Anke Bridge Haux – Aushängeschild für die Digitalisierung bei der Schweizer Credit Suisse – in die Geschäftsleitung berufen worden. Damit sei der Bereich Digitalisierung deutlich aufgewertet worden, sagt der Kommunikationschef der Bank auf unsere Anfrage. Hinter der Personalie steht die Neuaufteilung der bisher von COO Dagmar Kamber Borens verantworteten "heterogene Gebiete" IT-Operations, Digitalisierung, Strategie und Marketing.
 
SBB lanciert Tracking-Projekt, um Reisende besser zu verstehen
Adressieren die SBB bisher über Insel-Lösungen mit verschiedenen Applikationen die optionale Möglichkeit zum Tracking von Kunden, so strebt die Firma neu eine "universelle Lösung" an. Gesucht wird demnach ein "Serviceprovider für die Bereitstellung, die Weiterentwicklung, und den Betrieb eines SaaS, der es der SBB erlaubt, die Reiseinformationen ihrer Kunden zu erfassen und auszuwerten". Es soll also ein Provider gefunden werden, "der eine einheitliche Lösung für bisherige Datenerfassungen anbietet".
 
Nie mehr eine Story verpassen? Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail-Newsletter!