USA verbietet Deals mit weiterem chinesischen Tech-Konzern

Die US-Regierung eskaliert den Handelsstreit mit China durch Sanktionen gegen einen staatlich kontrollierten Chiphersteller aus der Volksrepublik weiter. Das Handelsministerium in Washington kündigte an, die Fujian Jinhua Integrated Circuit Company aus Gründen der nationalen Sicherheit auf eine Liste von Unternehmen zu setzen, an die US-Firmen ohne spezielle Lizenzen nicht exportieren dürfen.
 
Laut 'New York Times' dürfte das Embargo Fujian Jinhua empfindlich treffen, da die Chinesen von US-Komponenten abhängig sind.
 
Zuvor hatte der US-Rivale Micron die Chinesen des Diebstahls geistigen Eigentums beschuldigt. Ähnliche Massnahmen wie gegen Jinhua hatten die USA zeitweise auch schon gegen den chinesischen Smartphone-Hersteller und Netzwerk-Ausrüster ZTE verhängt, dessen Geschäfte daraufhin einbrachen.
 
Die Sanktionen gegen ZTE wurden im Juli aufgehoben, nachdem US-Präsident Donald Trump persönlich interveniert und das Unternehmen eine Milliardenstrafe gezahlt hatte.
 
Seitdem hat sich das Verhältnis zwischen Washington und Peking jedoch wieder verschlechtert. Der Finanznachrichtendienst 'Bloomberg' berichtete unter Berufung auf drei eingeweihte Quellen, die US-Regierung erwäge, Anfang Dezember auf alle verbleibenden Waren aus China Strafzölle anzukündigen. Allenfalls könnte vorher ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping beim G20-Gipfel in Buenos Aires Entspannung im Handelsstreit bringen. (sda/mag)