Uni St. Gallen leistet sich einen KI-Supercomputer

Am kommenden Montag wird die HSG einen Nvidia DGX 2 einweihen. Das sei der erste KI-Superrechner an einer Schweizer Universität, heisst es in der Presseinladung der HSG. Man wolle mit der Rechenmaschine beispielsweise im Bereich "Analyse von tiefen Neuronen-Netzen" forschen, um neuronale Netze robuster gegen Datenanomalien zu machen. Derartige Forschungen seien "im Hinblick auf den Einsatz in Autonomen Systemen und der Interaktion mit uns Menschen von grosser Relevanz", schreibt die HSG.
 
Diese und andere Arbeiten stehen im Zusammenhang mit Damian Borth, der als Professor für Künstliche Intelligenz und Machine Learning soeben nach St. Gallen berufen worden ist. Er sei verpflichtet worden, um (wie im Frühjahr angekündigt) das Department und den Studiengang Informatik aufzubauen, hiess es zu seiner Vorstellung im September. Neben ihm sind für das neue Studienfach auch Simon Mayer und Siegfried Handschuh berufen worden.
 
Borth war als ausgewiesener KI-Spezialist vorgestellt worden. Er habe unter anderem am Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz im Bereich der Videoanalyse promoviert und gelte als Experte für "Deep Learning". Zudem sei er Mitgründer der KI-Firma Sociovestix Labs, die Nachhaltigkeit mit KI verbindet.

Laut HSG leitete der 1981 geborene Professor ab 2015 am Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) das "Competence Center for Multimedia Analysis & Data Mining". 2016 habe er als Gründungsdirektor dann das "Deep Learning Competence Centers" initiiert, das die Deep-Learning-Aktivitäten des DFKI koordiniert. Dort habe er – und hier schliesst sich der Kreis – eines "der ersten Nvidia AI Labs in Europa etabliert". (vri)