Hack das Schweizer E-Voting!

Um einen möglichst aussagekräftigen und umfassenden Intrusiontest für sein E-Voting-System der nächsten Generation zu erhalten, bittet die Schweizer Post um breite Beteiligung. Wer mitmachen will, kann sich hier bis Ende Jahr für den öffentlichen Test registrieren und wird dann mit zusätzlichen Informationen versorgt.
 
Auf Nachfrage teilt die Post mit, dass man die englische Website aufgeschaltet habe, damit auch "Interessenten aus der internationalen IT-Szene ihr Interesse an einer Teilnahme frühzeitig voranmelden können".

Es ist insbeosndere das Vorpreschen des Bundesrats beim Thema E-Voting, dass die Kritiker auf den Plan ruft. So hat sich Nationalrat Marcel Dobler schon gegen Gratishärtetests eingesetzt. Ausserdem stösst sich St. Galler FDP-Mann an der "Tatsache, dass die Bundeskanzlei schon angekündigt hat, eine Überführung in den ordentlichen Betrieb zu machen, obwohl die Erkenntnisse dieser Tests nicht vorliegen", wie er gegenüber inside-it.ch festhält.
 
Deshalb habe er zusammen mit dem Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller den Vorstoss Sicherheit vor Tempo erarbeitet. Wobei die Beschränkung bereits im Ständerat eine Mehrheit gefunden hat und beispielsweise auch vom Branchenverband Swico unterstützt wird. (vri)

Unser Kommentar:

Dankenswerterweise verweist Kommentator Christian Roth darauf, dass der Text missverständlich formuliert ist. Die Kritik am E-Voting zielt gerade nicht auf seriös durchgeführte Tests. Gegenüber inside-it.ch hat Nationalrat Marcel Dobler auch nichts dergleichen geäussert. Vielmehr sieht er als stossend an, wenn solche Tests gleichsam als Feigenblatt der Einführung von E-Voting einfach nur vorangestellt werden. (vri)