Gefahr? KMUs investieren seltener in F&E

16 Prozent der Bruttoinvestitionen der Schweizer Firmen flossen in Informations- und Kommunikationstechnologie. Dies ist eine der Erkenntnisse aus dem Bericht "Innovation in der Schweizer Privatwirtschaft" der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Die KOF untersuchte die Innovationstätigkeit von Schweizer Unternehmen in der Periode von 2014 bis 2016 und das bereits zum elften Mal.
 
Einige Indikatoren weisen darauf hin, dass die Innovationsfähigkeit von Schweizer Unternehmen nachlässt. So investieren immer weniger Unternehmen in Forschung & Entwicklung (F&E). Zur Jahrtausendwende investierten über 25 Prozent der Schweizer Unternehmen in eigene F&E. Heute sind es nur noch 13,3 Prozent. Insbesondere kleinere Unternehmen wollen oder könnten nicht mehr in eigene F&E investieren. Hingegen steigen die Ausgaben für F&E seit einem Knick 2010 wieder.
 
Stark rückläufig sind die Ausgaben für F&E in neue Produkte (siehe Grafik). Man konzentriert sich mehr auf die Verbesserung von bestehenden Produkten oder von Produktionsprozessen.
 
Die Autoren des Berichts warnen davor, dass die Schweiz ihre führende Stellung bezüglich Innovationskraft verlieren könnte. Misst man den Anteil der Firmen, die in eigene F&E investieren, so lag die Schweiz im Jahr 2000 mit rund 45 Prozent weit voraus. Nun liegt sie fast an letzter Stelle gleichauf mit Italien. (hc)
 
Eine ausführliche Version des Berichtes gibt es kostenlos -- https://www.sbfi.admin.ch/dam/sbfi/de/dokumente/2018/11/bericht-inno-ch.pdf.download.pdf/Innovationsbericht_KOF_Vollversion_d.pdf--zum Download beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation.--