Das SAP-Projekt des Bundes wird gross, richtig gross

Das Infomatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) sucht Dienstleister für die Einführung von S/4HANA beim Bund. Das Auftragsvolumen könnte 200 Millionen Franken erreichen.
 
Der Bund will bis 2023 seine SAP-Installationen auf die neueste Version, S/4HANA migrieren. Das Projekt mit dem seltsamen Namen "SUPERB23" ist gross und anspruchsvoll, denn S/4HANA baut auf einem neuen Datenmodell auf. Schon nur die Bereinigung und dann die Migration der Daten ist eine Herkulesaufgabe.
 
Nun schreibt das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) "Strategische Dienstleistungspartnerschaften Business Suite S/4HANA" aus. Die Ausschreibung ist auf fünf Lose aufgeteilt, in jedem Los kann es Zuschläge für fünf strategische Partner geben. Ob diese dann tatsächlich Aufträge erhalten, ist damit nicht gesagt. Hat der Bund einen konkreten Bedarf, wird er unter den fünf auserkorenen strategischen Patnern einen Wettbewerb durchführen.
 
Jedes der Lose hat ein maximales Volumen von 40 Millionen Franken. Total könne das Volumen der Aufträge an die SAP-Beratungshäuser also 200 Millionen Franken betragen. Die Aufträge dauern vom 1. Quartal 2019 bis Ende 4. Quartal 2026.
 
Ausgeschrieben werden die Partnerschaften für SAP Finanzen (Los 1), SAP Personal (Los 2), SAP Logistik (Los 3), SAP Business Intelligence (Los 4) und SAP Technik (Los 5). Ein Anbieter kann sich für mehrere Lose bewerben. Die reinen Kosten (maximaler Stundenansatz) sind nur eines von fünf Kriterien. (hc)
 
Korrigenda (12.11.): Das ISB heisst korrekt "Informatiksteuerungsorgan des Bundes". Dies wurde nachträglich richtiggestellt.