SNB verkauft eine Million Apple-Aktien und weitere US-Tech-Anteile

Über ein Viertel des Aktienportfolios der Schweizer Nationalbank (SNB) stammt aus dem Tech-Bereich. Damit hat die SNB in den letzten Jahren einige Gewinne einfahren können. Nun hat das Institut aber seine Investitionen im US-Tech-Bereich deutlich reduziert.
 
So hat die SNB über eine Million Anteile an Apple abgestossen und hält heute noch rund 15,8 Millionen Aktien. Damit bleibt der iPhone-Konzern mit einem Volumen von 3,23 Milliarden Dollar der wichtigste Posten im Portfolio der Nationalbank
 
Auf Platz zwei und drei folgen Microsoft mit 2,58 Milliarden Dollar und Amazon mit 2,25 Milliarden Dollar. Auch von diesen Konzernen hat die SNB Aktien abgestossen, wenn auch mit jeweils etwas über drei Prozent der eigenen Anteile in kleinerem Umfang.
 
Weitere Tech-Posten in den Top Ten sind Facebook mit 1,13 Milliarden und Alphabet mit 2,11 Milliarden Dollar, deren Volumen in Händen der SNB ebenfalls reduziert wurde. Auch bei anderen bedeutenden Tech-Positionen im Portfolio hat sich die SNB für den Verkauf entschieden, so etwa bei Verizon, AT&T, Cisco und Intel.
 
Die Zahlen gehen aus einer Publikation der US-Börsenaufsicht hervor. Insgesamt hält die SNB demnach noch Aktien von am US-Markt kotierten Unternehmen im Wert von 55,23 Milliarden Dollar. Die Reduktion der Positionen fällt in eine Phase von Kurseinbrüchen an der US-Börse.
 
Am Montag sind die US-Börsen nochmals auf Talfahrt gegangen. Vor allem Technologieaktien gaben kräftig nach. Sorgen um eine schwache Nachfrage nach iPhones des Apple-Konzerns belasteten die Stimmung.
 
Die SNB hat übrigens ihre letzten Aktien von Super Micro im Wert von 824'000 Dollar abgestossen. Das Unternehmen machte kürzlich im Zusammenhang mit mutmasslich gehackter Hardware und Spionagevorwürfen gegen China Schlagzeilen. (ts/sda)