Cisco will Intent-based Networking zur "Massenware" machen

"Intent-based Networking" (IBN), nach unserem Verständnis so eine Art Lifecycle-Management von Netzwerken samt Machine Learning und Automatisierung, soll nun in den Markt mit mittelgrossen Unternehmen vorstossen. Zumindest wenn es nach Cisco geht. "Wir freuen uns darauf, die volle Leistungsfähigkeit von IBN für jeden und überall verfügbar zu machen", sagt Sachin Gupta, Senior Vice President, Produktmanagement, Enterprise Networking, in einer Cisco-Mitteilung.
 
Konkret wird das Portfolio der Catalyst 9000 Switches erweitert, die explizit für IBN entwickelt wurden und eines der drei Kernelemente von Ciscos IBN sind (neben einem so genannten DNA Management Center Dashboard und Security Analytics).
 
Neu sind zwei Aspekte: Erstens sollen nun Wireless Deployments möglich sein: Mit einem Wireless Controller "können Kunden konsistente Sicherheits-, Automatisierungs- und Analysedienste in traditionellen und drahtlosen Umgebungen ausführen und dabei dasselbe Betriebssystem nutzen", verspricht Cisco. Und dies on-Premise, in jeder Cloud oder virtuell eingebettet in Catalyst 9000 Switches.
 
Und zweitens sollen die neuen Catalyst 9200 Switches speziell mittelständische Unternehmen zu Investitionen in IBN verlocken. Weitere Details dazu fehlen, aber man kriege nun IBN "zum ähnlichen Preis" wie die herkömmlichen Cisco-Switches.
 
Die Catalyst 9800 Wireless Controller sollen im vierten Quartal 2018 erhältlich sein, ebenso die Catalyst 9200L Switches. Die restlichen im ersten Quartal 2019.
 
Inwiefern sämtliche in einem KMU-Netzwerk noch eingesetzten alten und neuen Devices mitspielen, inwiefern (fehlende) Standards eine Rolle spielen, diese Beurteilung überlassen wir wahren Netzwerk-Experten. Ebenso massen wir uns kein Urteil an, ob Experten bei solch übergeordneten Alles-unter-einem-Dach-Lösungen primär "Lock-In" hören oder tatsächlich "schneller, automatisierter und mit weniger Fehlern ein Netzwerk planen, designen und betreiben". (mag)