USA wollen Huawei auch aus Europa drängen

Amerikanische Regierungsbeamte sollen Amtskollegen befreundeter Länder, die US-Militärstützpunkte beherbergen vor Sicherheitsrisiken gewarnt haben, die mit der Nutzung von Huawei-Technologie einhergehen. Solche Stützpunkte gibt es beispielsweise in Deutschland, Italien und Japan. In diesem Zusammenhang ist auf die Komplexität von 5G-Netzen verwiesen worden, dessen Ausbau derzeit einzelne Länder (auch die Schweiz) vorantreiben.
 
Peking könne chinesische Unternehmen zur Spionage zwingen. Wachse doch mit der digitalen Vernetzung die Anfälligkeit für Überwachung und Spionage, heisst es.
 
Der unter anderen von der 'FAZ' kolportierte Bericht beruft sich auf das 'Wall Street Journal' (WSJ). Statt auf nachvollziehbare Quellen wird auf "Insider" verwiesen. Es sollen bereits Finanzhilfen für Länder im Gespräch sein, die beim Ausbau ihres Telekommunikationssektors auf chinesische Technologie verzichten.

Huawei solle unter allen Umständen aus dem Land herausgehalten werden, so die 'FAZ'. Die Rede ist von einem "technologischen Kalten Krieg zwischen Amerika und seinen Verbündeten auf der einen Seite und China auf der anderen Seite".
 
Ganz aus der Luft gegriffen scheint der WSJ-Bericht nicht. Jedenfalls hat Huawei erst vor einem Monat in Deutschland demonstrativ Transparenz angekündigt.
 
In der Schweiz setzt Sunrise in Sachen 5G auf Huawei. Der grosse Konkurrent Swisscom hat derweil mit Ericsson eine entsprechende Partnerschaft geschlossen. (vri)