Bündner bleiben bei Lehrplan 21, Berner genehmigen Geld für Schul-IT

Im Kanton Graubünden wurden am Sonntag zwei Initiativen, die den im Kanton bereits eingeführten Lehrplan 21 in Frage gestellt hätten, vom Stimmvolk mit einer grossen Mehrheit verworfen. Eine Initiative, die ein Mitsprachrecht des Kantonsparlaments und des Volkes bei allen wichtigen Bildungsfragen forderte, wurde mit 75 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Eine zweite Initiative, die Mitsprache bei Lehrplänen forderte, erhielt 76 Prozent Nein-Stimmen.
 
Der Lehrplan 21 beinhaltet unter anderem die Einführung von Unterrichtseinheiten in Informatik und Medien in den Primar- und Sekundarstufen. Eine Annahme der Initiativen hätte bedeutet, dass der im Kanton Graubünden bereits Anfang des laufenden Schuljahres eingeführte neue Lehrplan wieder hätte für ungültig erklärt werden können.
 
Bern: Ja zu Mehrausgaben
Der Lehrplan 21 bedeutet unter anderem, dass Schulen deutlich mehr Geld in IT-Infrastrukturen sowie Clients für die Schüler investieren müssen. In der Stadt Bern ist das Stimmvolk offenbar grossmehrheitlich mit diesen Mehrausgaben einverstanden. Ein Kredit über 24 Millionen Franken für die Erneuerung der Schulinformatik wurde von den Bewohnern der Hauptstadt mit nicht weniger als 81 Prozent Ja-Stimmern angenommen. (hjm)