SBB und Sozialpartner lancieren ersten Digitalisierungsfonds

Die SBB initiieren zusammen mit Sozialpartnern den laut eigenen Angaben schweizweit ersten Digitalisierungsfonds. Der Fonds wird von den Bundesbahnen mit zehn Millionen Franken gespeist.
 
Das Geld soll gezielt für Studien und Projekte eingesetzt werden, welche die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und Arbeitsplätze der SBB aufzeigen, wie aus einer Mitteilung der SBB hervorgeht. Eine erste Studie soll konkret aufzeigen, wie sich die Berufsbilder verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder wegfallen und welche Kompetenzen in Zukunft gefragt sind.
 
Die Resultate sollen handlungsweisend für die Gestaltung zukünftiger Rahmenbedingungen sein – insbesondere auch für die Verhandlung künftiger Gesamtarbeitsverträge (GAV).
 
Giorio Tuti, Präsident der Gewerkschaft SEV, verweist explizit auf dezentrale und flexible Arbeitsformen, die immer wieder Anlass zur Diskussion gaben. "Die Personalverbände wollen sicherstellen, dass die Mitarbeitenden auch in der neuen digitalen Arbeitswelt einen dem GAV gleichwertigen sozialen Schutz erhalten", so Tuti.
 
Zudem sollen Weiterentwicklungsprogramme gestaltet werden für bestehende sowie künftige Berufsgruppen, die sich aufgrund der Digitalisierung stark verändern. Schliesslich soll der Fonds auch einen Raum für Diskussionen über gemeinsame "Best Practices & Lessons learnt" aus den Erkenntnissen und Erfahrungen garantieren.
 
Partner des Fonds sind neben der SBB und dem SEV der Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF), der Personalverband des Service public (transfair) und der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVöV). (sda/ts)