Neues Center for Cybersecurity des WEF tagt erstmals in Genf

Eine Studie erwartet Schäden wegen Cyber-Attacken in Billionen-Höhe.
 
Das Center for Cybersecurity des World Economic Forum (WEF) tagt erstmals in Genf. Das Treffen bringt Führungskräfte und Experten aus den Bereichen Cybersicherheit, Politik, Regulierung und Technologie zusammen, meldet 'Modern Diplomacy'. Unter den Teilnehmern finden sich Regierungsvertreter aus den G20-Staaten, von internationalen Organisationen, der Zivilgesellschaft sowie Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
 
Das WEF-Center wurde vor einigen Monaten eröffnet und nimmt rasch Konturen an. Das Zentrum unterzeichnete Verträge mit Europol, Interpol, der Nationalen Cyber-Behörde Israels, der Organisation Amerikanischer Staaten, dem Nationalen Cyber-Sicherheitszentrum des Vereinigten Königreichs, dem UC Berkeley Center für langfristige Cybersicherheit sowie mit der Global Cyber Alliance. Das Center for Cybersecurity hat wie viele Staaten, Organisationen und Firmen den Pariser Aufruf "für Vertrauen und Sicherheit im Cyberraum" unterzeichnet.
 
Ebenfalls zu den Unterzeichnern zählt die Zurich Versicherung, die heute bekanntgab, man sei ebenfalls dem WEF-Center for Cybersecurity beigetreten. Bei Zurich rücken Cyber-Security-Fragen immer mehr in den Fokus, denn Attacken zählen nun zu den offiziell anerkannten Top-Risiken der Versicherungskunden. Eine vor zwei Wochen publizierte Studie zufolge erwartet Zurich, dass die Kosten wegen Attacken auf Unternehmen auf acht Billionen US-Dollar weltweit steigen werden. Dies bereits in den kommenden fünf Jahren.
 
Angesichts der Dimensionen der Bedrohung dient die WEF-Tagung in Genf dazu, die Cybersecurity-Agenda für das Jahrestreffen 2019 in Davos vorzubereiten. (mag)