IT-Master: Studien­abgänger finden leicht eine Stelle, aber ohne Top-Lohn

2008 konnten die Fachhochschulen (FH) ihre Angebote um eine Stufe erweitern und Masterstudiengänge einführen. Das Bundesamt für Statistik (BfS) hat zum Zehn-Jahres-Jubiläum einige Kennzahlen gesammelt. Darunter finden sich auch Technologie- und IT-Zahlen.
 
Die Zahlen für "Technik und IT" sind erfreulich: Traten zum ersten Masterstudiengang 2008 noch 166 Studierende an, so stieg deren Zahl seither kontinuierlich. 379 "Anfänger" wurden 2017 verzeichnet.
 
Mehrheitlich haben die Master-Studenten zuvor einen Bachelor absolviert, dies zeigt die Auswertung. Umgekehrt betrachtet haben zehn Prozent der Bachelor-Absolventen in "Technik und IT" entschieden, noch einen Master anzuhängen. Das ist unter dem Durchschnitt von 14 Prozent über alle Fachrichtungen hinweg.
 
Wenig überraschend ist der Anteil an Frauen auf Stufe Master in diesem Fachbereich am niedrigsten (wesentlich beliebter sind zum Beispiel Psychologie, Design und Gesundheit).
 
Auch Alters- und Arbeitsaspekte hat das BfS ausgewertet. Im Fach "Technik und IT" erhalten die Studierenden im Schnitt mit 28 Jahren den Titel. Danach ist ihr Risiko, arbeitslos zu sein, vergleichsweise niedrig. Was hierbei überrascht ist, dass es Bachelor-Absolventen merklich schwerer haben, nach dem Studium einen Job zu finden. Man hätte gedacht, dass angesichts des Fachkräftemangels die Unterschiede minimal sein dürften.
 
Wenn die Bachelor-Absolventen dann aber eine Stelle haben, verdienen sie von Anfang an besser als in allen anderen Disziplinen: Im Schnitt steigen sie mit einem Anfangssalär von 81'900 Franken ein.
 
Wer einen Master in IT hat hingegen, kann dagegen nicht mit den bestbezahlten Branchen mithalten: 85'800 Franken findet der durchschnittlich 28-jährige Master-Informatiker auf dem Lohnausweis. Im Unterschied dazu gibt es 92'200 Franken als Einstiegslohn auf Masterstufe in der Sozialen Arbeit und 91'000 Franken in Gesundheitsberufen. Die Einkommensunterschiede sind also erklecklich. (mag)