Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 48 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Video: Der Mann, der Green.ch für einen Franken kaufte
Guido Honegger gehört zu den schillerndsten Personen der Schweizer ICT-Szene. Er hob den Internet-Provider Agri.ch aus der Taufe, verkaufte diesen mitten im New-Economy-Boom teuer nach England und kaufte ihn als Green.ch für wenig Geld zurück. Er war Grosssponsor und Vizepräsident des FC Zürich, versuchte sich erfolglos als Politiker ("Internet Partei") und wurde schon in den frühen 2000er Jahren in der Presse als "einer der letzten Internetpioniere der Schweiz" beschrieben." Christoph Hugenschmidt hat sich für eine Ausgabe von "Auf ein Bier mit ..." Guido Honegger getroffen und mit ihm über sein unternehmerisches Leben und seine Zukunftspläne gesprochen.
 
Kanton Genf trägt eigene E-Voting-Lösung zu Grabe
Der Kanton Genf verzichtet darauf, seine eigene E-Voting-Lösung weiter zu entwickeln. Hinter dem Entscheid sollen nicht Security-Überlegungen stehen, und auch nicht die vor einen Monat vom Chaos Computer Club entdeckte Security-Lücke. Es seien finanzielle Überlegungen. Genf will nicht mehr in die Eigenentwicklung investieren. Laut dem welschen Radio 'RTS' hätte der Kanton mehr als zwei Millionen investieren müssen, um sein System zu überarbeiten und die Sicherheit zu verbessern. Es ist noch unklar, was dies für andere Kantone bedeutet, die die Genfer E-Voting-Plattform einsetzen. Wir haben in St. Gallen, Luzern, Aargau und Bern nachgefragt.
 
Erste Busse wegen DSGVO-Verstoss verhängt in Deutschland
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) in Baden-Württemberg hat wegen eines Verstosses gegen die im DSGVO vorgeschriebene Datensicherheit ein Bussgeld von 20'000 Euro verhängt. Getroffen hat es den Social-Media-Anbieter Knuddels, von dem Anfang September Hunderttausende Passwörter im Netz zu finden waren. Weil sie unverschlüsselt gespeichert waren, ist die Strafzahlung verhängt worden. Diese sei so niedrig ausgefallen, weil sich eine "sehr gute Kooperation mit dem LfDI in besonderem Masse zu Gunsten des Unternehmens" ausgewirkt habe.
 
Amazon verzichtet auf Datenbank-Software von Oracle
Amazon habe bereits 88 Prozent seiner Datenbanken fürs E-Commerce-Geschäft von Oracle auf eigene Datenbank-Software migriert. Ende 2019 soll Oracle überhaupt nicht mehr genutzt werden. Stattdessen sollen AWS Cloud-Datenbank-Services eingesetzt werden. Hinter dieser öffentlichen Erklärung, Amazon unabhängig von fremden Datenbanken zu machen, steht wohl mehr als nur Marketing. Würde Amazon der Prozess gelingen, könnte dies eine Blaupause für andere Konzerne wie etwa Salesforce sein.
 
SBB führt SaaS-Lösung für seine Contact-Center ein
Für etwas mehr als 11,6 Millionen Franken stellen die SBB ihre "Contact Center und Vermittler-Lösungen, IVR-Hotlines und Teamschaltungen" auf eine SaaS-Lösung um. Gesichert hat sich den Auftrag, für den fünf Angebote eingegangen sind, die T&N aus Dietlikon. Betroffen von der Umstellung sind rund 300 Mitarbeitende im Contact Center in Brig, die rund um die Uhr während 365 Tagen im Einsatz stehen. Die SaaS-Umstellung werde keine Stellen kosten, stellt ein SBB-Sprecher auf Nachfrage klar. Auch stehe hinter dieser Umstellung auf den "aaS"-Bezug keine strategische Entscheidung der Bundesbahnen.
 
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