UBS geht in die Schweizer Microsoft-Cloud

Grosserfolg für Microsoft Schweiz. Deal über angeblich "hunderte Millionen Dollar".
 
Die Schweizer ICT-Industrie müsse gemeinsam Lösungen für Informatiker finden, deren Stellen von Grossfirmen abgebaut werden. Mit dieser Botschaft tritt Microsoft-Schweiz-Chefin Marianne Janik seit Monaten immer wieder öffentlich auf. Janik hat gute Gründe, denn Microsoft Schweiz treibt den Trend zur Verlagerung von Applikationen in Publics Clouds mit dem Bau einer eigenen Cloud-Infrastruktur in der Schweiz deutlich voran.
 
Wie die US-Nachrichtenagentur 'Bloomberg' berichtete, hat sich die Grossbank UBS entschieden, einen Teil der Informatik-Infrastruktur in die Schweizer Microsoft-Cloud zu verlagern. Man entscheide zur Zeit, welche Applikationen aus der Microsoft-Cloud heraus betrieben werden sollen, sagte UBS-Mann Mike Dargan zu 'Bloomberg'. Dargan ist Global Head of Technology bei UBS, seine Aussage wird von der Pressestelle von UBS Schweiz bestätigt. Gemäss 'Bloomberg' sei der Microsoft-Cloud-Deal von UBS "hundreds of millions of dollars" schwer.
 
UBS habe die "Reise in die Public Cloud beschleunigt" und erwarte "signifikante Kosteneinsparungen" davon. Kundendaten würden aber in UBS-eigenen Rechenzentren bleiben. Microsoft sei ein Provider für Cloud-Services, für den sich UBS entschieden habe, sagte uns heute eine UBS-Sprecherin. Weitere könnten durchaus folgen.
 
Die UBS betreibt heute gemäss der 'Bloomberg' weltweit 25 Rechenzentren. Diese Zahl soll reduziert werden.
 
UBS, Novartis, Nestlé
Wieviele Informatik-Stellen der "Reise in die Public Cloud" bei UBS zum Opfer fallen werden, ist naturgemäss noch unbekannt. Die von UBS angepeilte Reduktion der Komplexität und Kosten ist signifikant. UBS will die Zahl der eigenen Rechenzentren massiv reduzieren, wie aus einer Präsentation von Group COO Sabine Keller-Busse vom 25. Oktober hervorgeht. Die Grossbank will einen Drittel der Workloads aus aktuell eigenen RZs in Private Clouds, ein weiteres Drittel in Public Clouds auslagern. Zudem soll die Zahl der betriebenen Applikationen um 15 Prozent reduziert und es sollen noch mehr Testprozesse automatisiert wrden.
 
UBS ist nicht der erste Schweizer Weltkonzern, der die Informatikkosten in der Schweiz reduzieren will. Im Mai gab Nestlé bekannt, man wolle 500 IT-Stellen in der Schweiz abbauen und im September folgte Novartis. Der Pharmariese will in der Schweiz bis 2022 2150 Stellen abbauen. Auch die Informatik ist betroffen. (hc)
 
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