Sensorik-Spezialist Kistler kauft deutsche Big-Data-Firma

Längst ist die Winterthurer Kistler Gruppe auch eine Software-Schmiede. Nun haben die Messtechnikprofis den im deutschen Chemnitz ansässige Software-Entwickler AMS übernommen. Kistler-Sprecherin Cara-Isabell Maercklin will auf Anfrage nichts zum Kaufpreis sagen. Auch zu Umsatz und Gewinn von AMS macht sie keine Angaben.
 
Bekannt ist immerhin, dass die Software-Hersteller mit ihren 30 Mitarbeitenden wie Kistler viele Kunden im Automobilsektor hat. Die neue Kistler-Tochter fokussiert laut Mitteilung auf die Analyse, Bearbeitung und Visualisierung grosser Mengen von Messdaten.
 
Vorgestellt wird AMs als Unternehmen, dass mit Lösungen zur Messdatenvisualisierung und -auswertung, die per Lizenz sowohl on premises als auch webbasiert genutzt werden können, grosse OEMs und Zulieferer der Automobilbranche bei der Fahrzeugentwicklung vor allem in Deutschland und in China unterstützt.
 
Kistler, ebenfalls in diesen Märkten vertreten, spricht von einer strategischen Akquisition, um sein Know-how im Bereich Messdatenmanagement zu stärken.
 
Nicht zuletzt autonom fahrende Fahrzeuge seien auf eine schnelle Auswertung sehr grosser Datenmengen sowie umfangreicher und aussagekräftiger Tests in der Entwicklungsphase angewiesen. Gerade um diesen Big-Data-Bereich auszubauen, habe man das Softwareunternehmen zugekauft.
 
Betont wird ausserdem, dass man mit der Übernahme von AMS nun über "einen zentralen Baustein" verfüge, um "möglichst komplette Automotive-Testlösungen" anbieten zu können. (vri)