EU will Sicherheit vernetzter Geräte zertifizieren

Wenn es nach der EU geht, verfügen die Mitgliedstaaten künftig über ein zertifiziertes Gütesiegel für IoT-Geräte. Darüber haben EU-Parlament, -Rat und -Kommission soeben "eine politische Einigung" im Rahmen des sogenannten Rechtsakt zur Cybersicherheit erzielt.
Es gehe darum "die Cybersicherheit von Online-Diensten und von Endgeräten für Verbraucher stärkt", teilt die EU mit.
 
Als "bahnbrechend" wird bezeichnet, dass nun ein EU-weit geltender europäischer Zertifizierungsrahmen für die Cybersicherheit von IoT-Produkten und Onlinediensten geschaffen worden ist. Handle es sich doch um die "erste Binnenmarktvorschrift zur Bewältigung der Herausforderung, die Sicherheit von vernetzten Produkten, von Geräten des Internets der Dinge und von kritischen Infrastrukturen" via Zertifikaten zu erhöhen".
 
Die zentralisierte Zertifizierung soll dazu beitragen, dass "Unternehmen, insbesondere KMU, erhebliche Kosten einsparen". Müssten sie ansonsten doch diverse Zertifikate in mehreren Ländern beantragen.
 
Einmal mehr verspricht die EU zusätzlich, dass die einheitliche Zertifizierung auch mögliche Markteintrittshindernisse beseitige. Zudem würden Anreize für Unternehmen geschaffen, "in die Cybersicherheit ihrer Produkte zu investieren und hieraus einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen".
 
Laut 'Heise' muss der Entwurf noch vom Plenum des EU-Parlaments verabschiedet und vom Rat bestätigt werden, was aber als Formsache gilt. Im Anschluss werden die Regeln 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Union direkt in allen Mitgliedsstaaten in Kraft treten. (vri)