Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 50 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Bedag: CEO per sofort weg
Felix Akeret verlässt Bedag Informatik, wie das Unternehmen am Montag meldete. Der Verwaltungsrat habe ihn per sofort von sämtlichen Aufgaben entbunden. Akeret war erst seit September 2017 als CEO für Bedag tätig. Er wurde damals als Idealbesetzung angekündigt. "Der Grund für die Trennung sind unterschiedliche Auffassungen über die Geschäftsführung", so die offizielle Begründung. Mittlerweile wurden gleich zwei Interims-CEOs ernannt: Peter Schori, CFO, und Fred Wenger, Leiter Rechenzentrum, übernehmen gemeinsam die Aufgaben der vakant gewordenen Stelle.
 
UBS geht in die Schweizer Microsoft-Cloud
Die Grossbank UBS hat sich entschieden, einen Teil der Informatik-Infrastruktur in die Schweizer Microsoft-Cloud zu verlagern. Man entscheide zur Zeit, welche Applikationen aus der Microsoft-Cloud heraus betrieben werden sollen, sagte UBS-Mann Mike Dargan. Dargan ist Global Head of Technology bei UBS, seine Aussage wird von der Pressestelle von UBS Schweiz bestätigt. Gemäss 'Bloomberg' ist der Microsoft-Cloud-Deal von UBS "hundreds of millions of dollars" schwer. UBS habe die "Reise in die Public Cloud beschleunigt" und erwarte "signifikante Kosteneinsparungen". Kundendaten würden aber in UBS-eigenen Rechenzentren bleiben. Microsoft sei ein Provider für Cloud-Services, für den sich UBS entschieden habe, sagte uns eine UBS-Sprecherin. Weitere könnten durchaus folgen.
 
Kanton Bern veröffentlicht Software auf Github
Die Direktionen und Ämter der bernischen Kantonsverwaltung können selbst entwickelte Software als Open Source auf der Online-Plattform Github.com zur freien Verfügung anbieten. Damit soll nicht zuletzt die Abhängigkeit von Software-Anbietern reduziert werden. Mit der Plattform setzt die Verwaltung mehrere Open Source-Vorstösse aus dem Kantonsparlament um. Demnach soll der Kanton vermehrt eigene Software zur öffentlichen Nutzung und Weiterentwicklung bereitstellen, damit sie von Dritten kostenlos genutzt und weiterentwickelt werden kann. Als erste Anwendung hat der Kanton nun den sogenannten "ÖREB-Kataster Smart Auszug" der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion freigegeben.
 
Melani warnt vor Trojaner-Attacke auf Schweizer Firmen-Netzwerke
Vor einigen Tagen warnte das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor dem Trojaner "Emotet". Nun doppelt Melani nach, denn Emotet entert offenbar die Eidgenossenschaft. Die Behörde habe gesicherte Informationen, Emotet werde "momentan auch aktiv dazu verwendet, um gezielt Computer und Server in Unternehmensnetzwerken mit Ransomware namens "Ryuk" zu infizieren. Neben Backup und Software-Aktualisierungen, die rasch gemacht werden können, gibt es auch grundsätzliche Massnahmen auf der To-Do-Liste: Genannt werden von Melani etwa Netzwerk-Segmentierung und restriktive Rechtevergabe.
 
Die ersten eidg. diplomierten ICT-Security-Experten sind auf dem Markt
Zum ersten Mal fand die die Höhere Fachprüfung "ICT Security Expert" statt. Wie ICT-Berufsbildung Schweiz meldet, nahmen 19 Kandidaten teil und 12 von ihnen haben die eidgenössische Prüfung auch bestanden. Die Durchfallquote ist relativ hoch, was sich damit erklären mag, dass ICT-Berufsbildung Schweiz laut eigenen Angaben die Messlatte "sehr hoch" ansetzt. Die erfolgreichen Absolventen sind nun staatlich anerkannte Vertrauenspersonen in IT-Sicherheit und dürfen sich zweifellos als "gefragte Experten auf Geschäftsleitungs- und Managementebene" wiederfinden.
 
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