Bâloise-CEO zieht Zwischenbilanz zur digitalen Transformation

Mit vereinfachten Prozessen und neuen digitalen Angeboten will der Versicherer Bâloise Kunden dazugewinnen. "In den letzten 18 Monaten haben wir jeden Monat ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung, eine neue Partnerschaft oder eine neue Initiative am Markt lanciert", so der Bâloise-Chef Gert De Winter im Interview mit der Agentur 'AWP'. Dabei baue man auf eigene Innovationen sowie auf Partnerschaften mit Insuretech-Firmen. Und der Versicherer hat weitere Projekte in der Pipeline. "Es sind laufend rund 30 Experimente in der engeren Auswahl oder befinden sich in einer Pilotphase."
 
Auch mit Blockchain-Technologie experimentiere die Bâloise. Dabei habe sich allerdings ein Blockchain-Pilotprojekt zum Austausch von Daten im Vorsorgegeschäft als zu teuer herausgestellt, bestätigt er frühere Berichte.
 
"Gut entwickeln sich die digitalen Versicherungen, die wir in Zusammenarbeit mit dem Start-up KASKO für Einzelgegenstände wie Handys, Brillen oder Uhren anbieten. Da schliessen wir pro Woche mindestens 500 Verträge ab", sagte De Winter. Potenzial sieht er unter anderem für die Bereiche Mobilität, Heim und Wohnen, Gesundheit sowie Vorsorge.
 
Die sich verändernden Kundenbedürfnisse seien Treiber der Bâloise-Aktivitäten. Bis zum Fernziel von einer Million Neukunden, das der Versicherer innert fünf Jahren bis 2021 erreichen will, sei es aber noch ein gutes Stück Weg, erklärte De Winter. "Im Jahr 2017 haben wir rund 120'000 Kunden dazugewonnen und im laufenden Jahr werden noch mehr dazukommen."
 
Zu den Investitionen in die Digitalisierung sagte De Winter, grundsätzlich werde bei jedem Projekt von Fall zu Fall entschieden, wie viel Geld in die Hand genommen wird. "Wenn man aber auch Investitionen in die IT berücksichtigt, sind es jährlich gesamthaft rund 150 Millionen Franken, die wir in die digitale Transformation investieren." (sda/mag)