Nestlé kollaboriert via Facebooks "Workplace"

Nestlé hat sich dazu entschieden, in Zukunft Facebooks "Workplace" als Tool der Wahl zur internen Kommunikation zu verwenden, wie der Konzern mitteilt. Der Rollout habe bereits vor neun Monaten begonnen und mittlerweile würden rund 210'000 der insgesamt 323'000 Angestellten die Plattform nutzen. Der Rollout soll im Laufe dieses Jahres weitergehen.
 
Workplace bietet als werbefreie Bezahlversion von Facebook für Unternehmen im Grunde genommen die gleiche Oberfläche und die gleichen Funktionen wie das bekannte Facebook, also Gruppen, Chats, Events, Live- und Newsstreams usw.
 
Angesichts der Skandale- und Enthüllungen über Facebooks Umgang mit Userdaten stellt sich unwillkürlich die Frage, wie es um den Schutz der Daten der Nestlé-Mitarbeitenden und natürlich auch der potentiell vertraulichen Informationen steht, die sie austauschen. Dies interessierte auch die 'NZZ am Sonntag', die bei Nestlé nachfragte. Die Workplace-Plattform, so die Antwort eines Nestlé-Sprechers, laufe getrennt von der öffentlichen Facebook-Plattform. Die Daten würden Nestlé gehören und würden auch von Nestlé verwaltet. "Wir legen viel Wert auf Datenschutz. Das neue System ist ganz im Einklang mit relevanten Datenschutzverordnungen, auch in Europa."
 
Laut Nestlé hat die Kollaborations-Aktivität der Mitarbeitenden nach der Einführung von Workplace messbar zugenommen. In Mexiko, Brasilien, dem Nahen Osten und Südafrika, wo der Rollout begann, habe man 25 Mal mehr Reaktionen auf Posts und einen sehr hohen Anteil an mobilen Zugriffen gemessen. (hjm)