Coop Mobile wechselt zu Swisscom

Coop Mobile hat per sofort auf das Mobilfunknetz von Swisscom gewechselt. Damit hat der drittgrösste Mobilfunkanbieter einen weiteren Grosskunden an den "blauen Riesen" verloren, nachdem bereits der Kabelnetzbetreiber UPC abgesprungen war.
 
Allerdings gibt es einen gewichtigen Unterschied zwischen dem Wechsel von Coop Mobile und UPC zu Swisscom: Bei UPC mussten die Kunden nichts unternehmen und wurden automatisch umgestellt.
 
Dagegen müssen Coop-Mobile-Kunden selber kündigen und den Wechsel aktiv vorantreiben, wie Coop in einem Communiqué bekannt gab. UPC sei hier kundenfreundlicher, urteilte Telekomexperte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Moneyland.
 
Deshalb bezweifelt Beyeler, dass viele Kunden den Wechsel mitmachen: "Eine Massenwanderung zum neuen Coop-Mobile-Angebot wird ausbleiben." Denn die Hürden seien nicht gerade tief: Die Kunden müssten die Kündigungsfristen einhalten, sonst drohten Strafgebühren.
 
Um weiterhin bei Coop zu bleiben, müssen die Kunden einen neuen Coop-Mobile-Vertrag abschliessen. Erst dann können sie künftig das Swisscom-Netz nutzen und weiterhin Superpunkte einsetzen. "Dieser Prozess ist aus rechtlicher Sicht zwingend, weil damit ein neuer Vertrag zwischen dem Kunden und Swisscom abgeschlossen werden muss", schreibt Coop Mobile auf der Homepage.
 
Unternehmen die Kunden nichts, bleiben sie zu den bisherigen Konditionen bei Salt unter dem neuen Abonamen "Salt Swiss Flat". Ein Wechsel der SIM-Karte sei nicht nötig. Allerdings könnten sie keine Superpunkte mehr einsetzen. (sda/hjm)