VoteInfo heisst die neue App für Abstimmungs­informationen

Der Bund und die Kantone haben gemeinsam die App "VoteInfo" lanciert. Wie die Bundeskanzlei mitteilt, lassen sich damit alle Abstimmungserläuterungen für eidgenössische und kantonale Vorlagen abrufen und an Abstimmungstagen ab 12 Uhr laufend aktualisierte Abstimmungsresultate. VoteInfo baue wesentlich auf der "Züri stimmt App" des Statistischen Amts des Kantons Zürich auf und löst diese per sofort ab, heisst es bei der Zürcher Staatskanzlei zur VoteInfo-Einführung.
 
Design und Programmierung der für Android und iOS verfügbare App stammen laut Download-Informationen vom Statistischen Amt Zürich und Ubique Innovation. Konkret hat "bei der seit 2017 verfügbaren "Züri stimmt App" Ubique "unsere Entwickler unterstützt", teilt Stefan Langenauer, Chef des Statistisches Amts von Zürich, auf Anfrage mit. Bei der Realisierung von VoteInfo habe "Ubique die Frontend-Programmierung übernommen, während wir die Backend-Komponenten für den Datentransfer von den Kantonen zum Bund entwickelt haben". Zudem wird bei VoteInfo das operative Datenmanagement beim Bund inklusive OGD-Datensätze (Open Government Data) durch das Bundesamt für Statistik betreut, schiebt er nach.
 
Langenauer beschreibt das erst Ende 2017 mit einem unverbindlichen Erfahrungsaustausch gestarteten VoteInfo-Projekt als Erfolg. 2018 habe man sich darauf konzentriert, möglichst viele Kantone zum Mitmachen zu bewegen, "dass es jetzt alle sind, macht Freude", betont er.
 
Bund und Kantone wollen VoteInfo nun schrittweise ausbauen, um künftig auch Informationen zu kommunalen Vorlagen über die App abrufen zu können und neue Optionen allen Kantonen zu erschliessen. So hat Zürich bereits seine Hochrechnung für eidgenössische und kantonale Vorlagen in die neue App integriert. Langenauer hält fest, dass andere Kantone ebenfalls Hochrechnungen einbinden können, "Interessenten sind vorhanden".
 
Zudem enthält VoteInfo bereits das mehr als hundertjährige Abstimmungs-Archiv des Kantons Zürich. Auch diese Option stehe anderen Kantonen offen. Allerdings müssten dazu die meisten Kantone erst noch ihre Daten zusammenstellen. Das sei in der Regel jedoch mit viel Recherchieraufwand verbunden – "haben wir selber erlebt" – so Langenauer weiter.

Der Nutzen der App soll darin liegen, die Abstimmungserläuterungen nicht mehr als PDF sondern Smartphone-optimiert abrufen zu können. Neu bestehe zudem die Möglichkeit, auch (Zwischen-) Resultate der eidgenössischen und kantonalen Vorlagen aller Kantone bis auf Ebene Gemeinde abzurufen. Doch für die VoteInfo-Erweiterung bis auf kommunale Ebene stünden noch keine Informationen zur Verfügung. Falls das gewünscht würde, müssten Kantone und Gemeinden die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen, heisst es bei der Bundkanzlei.
 
Schliesslich wird noch darauf hingewiesen, dass man Favoriten unter den Kantonen definieren könne und es möglich sei, individuelle Push-Nachrichten zu abonnieren.
 
Für die Datenverarbeitung zeichne neu das BFS (Bundesamt für Statistik) verantwortlich. Das werde alle Ergebnisse als OGD auf www.opendata.swiss maschinenlesbar Daten zur Verfügung stellen. (vri)