T-Systems lagert Mainframe-Services an IBM aus, auch in der Schweiz

13 Mitarbeitende von T-Systems Schweiz betroffen.
 
Wie das 'Handelsblatt' berichtet, plane der T-Systems-Chef Adel Al-Saleh, den T-Systems-Bereich für den Betrieb von Mainframes an IBM zu "verkaufen". Im Rahmen des Geschäfts würden in sechs Ländern rund 400 Mitarbeitende von T-Systems zu IBM wechseln.
 
Ein Sprecher der Deutschen Telekom, der Mutter von T-Systems, bestätigte die Information, die in einem internen Blog von T-Systems veröffentlicht wurde, gegenüber der Wirtschaftszeitung im Prinzip. Allerdings hat diese die Sache nicht ganz richtig verstanden.
 
Kein Verkauf sondern Auslagerung
Auch T-Systems Schweiz bietet Mainframe Services an und hat hierzulande bedeutende Kunden wie die SBB oder die Versicherung KPT.
 
Wie ein Sprecher der Deutschen Telekom gegenüber inside-channels.ch/inside-it.ch erklärte, gilt der Deal auch für die Schweiz. Hierzulande seien 13 Mitarbeitende betroffen, die zu IBM wechseln werden. Allerdings betonte der Sprecher auch, dass es sich eben gerade nicht um einen Verkauf handle. T-Systems verkaufe keinen Unternehmensteil und plane auch nicht, sich aus dem Geschäft mit Mainframe-Services zu verabschieden. Die Verträge mit den Kunden, so betonte er, würden auch nach dem Deal bei T-Systems blieben.
 
Man werde auch weiterhin den Kunden aktiv Mainframe-Services anbieten. IBM übernehme lediglich die Mitarbeitenden und die Hardware, um einen Teil dieser Services für die T-Systems-Kunden zu leisten. IBM erhalte dafür einen Umsatzanteil.
 
Also sprich: Es handelt sich eigentlich um eine Auslagerung, auch wenn der Telekom-Sprecher selbst das Wort Outsourcing nicht verwenden wollte. Da es sich um ein Outsourcing handelt, gibt es auch eine Laufzeit. Diese beträgt zehn Jahre, wie wir von einer anderen, anonym bleiben wollenden Quelle erfahren haben.
 
Der Handel solle im Mai über die Bühne gehen. Voraussetzung ist aber noch, dass alle zuständigen Gremien der deutschen Telekom sowie die Kartellämter ihre Zustimmung geben.
 
Auch iSeries-Betrieb betroffen
Laut der T-Systems-Kommunikation an die eigenen Mitarbeitenden, die wir von der Telekom erhalten haben, betrifft der Handel neben dem Betrieb von Mainframes auch die iSeries-Plattform. Betont wird darin auch, dass die Rechte an selbst entwickelter Software und Systemintegrationsleistungen im Besitz von T-Systems bleiben. Auch die Hardware bleibe in T-Systems-Rechenzentren in Deutschland, Spanien und Südafrika. Die 400 Mitarbeitenden, welche zu IBM wechseln, werden in Zukunft aber nicht mehr nur T-Systems-Kunden betreuen, sondern auch andere IBM-Kunden. (Hans Jörg Maron)