Evernote schliesst Zürcher Büro

Das US-Unternehmen löst seinen Europasitz auf. 25 Mitarbeitende sind betroffen.
 
Im vergangenen Jahr häuften sich Berichte über Probleme beim US-Softwareanbieter Evernote. Nun trifft es auch die Schweiz. Das Unternehmen schliesst seinen Europasitz in Zürich, wie Evernote gegenüber der 'Handelszeitung' bestätigt.
 
Betroffen seien rund 25 Mitarbeitende, darunter Programmierer, Verkaufs-, Marketing- und HR-Angestellte. Ende Januar werde der Standort Zürich, der für die EMEA-Region zuständig ist, aufgelöst. Für fast alle Angestellten hätten sich neue Jobs finden lassen, heisst es im Bericht.
 
"Am Hauptsitz in Redwood City wurde im Rahmen einer neuen Strategie beschlossen, das Geschäft global zu verfolgen, dabei jedoch auf alle regionalen Vertretungen zu verzichten", sagt Europachef Beat Bühlmann der Wirtschaftszeitung. Er bedauere den Entscheid, handle es sich bei Europa doch um die profitabelste Region von Evernote. Neben der Schweiz seien auch auch Angestellte in Japan und Indien betroffen.
 
Seit vergangenem Oktober steht Evernote unter der Leitung von CEO Ian Small. Er folgte auf Chris O'Neill. Dieser übernahm die Führung 2015 mit dem Versprechen das angeschlagene Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Trotz Fortschritte gab vergangenes Jahr einige Turbulenzen: Evernote verlor mehrere Top-Manager und baute 15 Prozent der Belegschaft ab, wie im Herbst bekannt wurde. (kjo)