Hypi Lenzburg etabliert sich immer mehr als Software­schmiede

Die Hypothekarbank Lenzburg setzte im vergangenen Jahr 80,2 Millionen Franken um und erzielte damit einen Gewinn von 20,8 Millionen Franken. Wachstum verhalten, Gewinn leicht gesunken, heisst das im Klartext.
 
Bemerkenswert ist aber: Mit Lizenzen und Services für das hauseigene Kernbankensystem Finstar wurde ein Gewinn von 4,5 Millionen Franken erzielt. Dies ist damit hinter dem Zinsdifferenz- und dem Kommissionsgeschäft die drittgrösste Ertragsquelle der Bank, wie das Institut mitteilt.
 
Entsprechend positioniert sich die Bank. Man arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung der Digitalisierung von Dienstleistungen, insbesondere über die Open-Banking-Schnittstelle von Finstar, schreibt die Hypi Lenzburg. Das kostete einiges Geld, aber es resultiert offenbar auch in einem wachsenden Ökosystem: Gleich fünf neue Fintech-Partnerschaften führt die Bank für 2018 an.
 
Finstar wurde 2017 als erstes Kernbankensystem zu einer offenen Plattform umgebaut. Und die Vision geht weiter Richtung Softwareschmiede und Tech-"Hub"-Anbieter: Von Lenzburg aus will man ein "einzigartiges digitales Ökosystem" schaffen und KMU-Kunden in die Blockchain-Welt "begleiten". (ts)