Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche drei für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
T-Systems lagert Mainframe-Services an IBM aus, auch in der Schweiz
T-Systems-Chef Adel Al-Saleh plant offenbar, den Bereich für den Betrieb von Mainframes an IBM zu "verkaufen". Im Rahmen des Geschäfts sollen in sechs Ländern rund 400 Mitarbeitende von T-Systems zu IBM wechseln. Auf unsere Anfrage bestätigt das Unternehmen, dass der Deal auch für die Schweiz gilt. 13 hiesige Mitarbeiter gehen zu Big Blue. Aber: T-Systems verkaufe keinen Unternehmensteil und plane auch nicht, sich aus dem Geschäft mit Mainframe-Services zu verabschieden, betont ein Sprecher des Unternehmens. Die Verträge mit den Kunden würden auch nach dem Deal bei T-Systems blieben und man biete weiterhin die Services aktiv an.
 
Breach Collection #1: Über 21 Millionen Passwörter im Klartext
Im Internet ist ein gewaltiger Datensatz mit gestohlenen Login-Informationen aufgetaucht. Darin seien knapp 773 Millionen verschiedene E-Mail-Adressen und mehr als 21 Millionen im Klartext lesbare unterschiedliche Passwörter enthalten. In "Collection #1" sind offenbar Daten aus bekannten Breaches der vergangenen Jahre gesammelt. Die Struktur der Daten ist offenbar geeignet um sogenannte Credential-Stuffing-Attacken durchzuführen. Hierbei werden E-Mail-Adressen und Passwörter automatisch kombiniert, um unrechtmässig Zugang zu verschiedenen Diensten zu erlangen. Erfolg hat diese Methode, da viele User für unterschiedliche Angebote dieselben Mail- und Passwort-Kombinationen nutzen.
 
Twint-Zahlen explodieren und keiner weiss warum
Seit Oktober explodieren die Nutzerzahlen von Twint. Im Weihnachtsgeschäft des letzten Dezembers hat die Bezahllösung wöchentlich 15'000 neue Abonnenten gefunden und soll bald 1,2 Millionen registrierte Nutzer zählen. Eine schlüssige Erklärung für diese Entwicklung kann Pressesprecher Victor Schmid nicht nennen. Er unterstreicht jedoch, dass das Twint-Team begeistert sei. Die Zahl der aktiven Nutzer nehme derzeit um elf Prozent pro Monat zu, fügt er an.

VoteInfo heisst die neue App für Abstimmungs­informationen
Der Bund und die Kantone haben gemeinsam die App "VoteInfo" lanciert. Damit lassen sich alle Abstimmungserläuterungen für eidgenössische und kantonale Vorlagen und an Abstimmungstagen ab 12 Uhr laufend aktualisierte Abstimmungsresultate abrufen. VoteInfo baut wesentlich auf der "Züri stimmt App" des Statistischen Amts des Kantons Zürich auf und löst diese per sofort ab. Design und Programmierung der für Android und iOS verfügbare App stammen laut Download-Informationen vom Statistischen Amt Zürich und Ubique Innovation.
 
Digitale Ethik – ein Top-Thema 2019
Dank Big Data und Künstlicher Intelligenz herrscht in vielen Unternehmen Goldgräberstimmung, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Tiefere Kosten dank automatisierten Prozessen sowie mehr Effizienz und ein besseres Kundenerlebnis dank massgeschneiderten Angeboten. Doch immer mehr Menschen sind besorgt darüber, wo ihre persönlichen Daten von Unternehmen und vom Staat überall genutzt werden. Digitale Ethik gehört 2019 zu den zehn wichtigsten Technologiethemen von strategischer Bedeutung für Unternehmen. Gastautorin Cornelia Diethelm erklärt warum.
 
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