Über die Hälfte aller Betreibungen werden elektronisch abgewickelt

Im letzten Jahr wurden erstmals mehr als die Hälfte der Betreibungsverfahren elektronisch besorgt. Konkret seien 1,674 Millionen Fälle elektronisch abgewickelt worden, was rund 55 Prozent aller Betreibungen entspreche, schreibt das Bundesamt für Justiz.
 
Das Amt hat ab 2007 zusammen mit Betreibungsämtern, Gläubigern sowie Softwareherstellern einen Standard für den elektronischen Austausch von Betreibungsdaten entwickelt. Dieser wurde nach dem Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs "eSchKG" getauft. Die eSchKG-Schnittstelle wird von diversen Anbietern von Gläubiger-Software unterstützt, für Private bietet das Bundesamt für Justiz einen "elektronischen Betreibungsschalter".
 
Noch 2017 wurden die ersten 32 Betreibungsbegehren dem Standard entsprechend eingereicht. Seit 2011 sind die Betreibungsämter verpflichtet, Eingaben auch elektronisch entgegen zu nehmen. (ts)