Berner Fairtiq schafft den Sprung nach Grossbritannien

Der Anbieter der gleichnamigen ÖV-App Fairtiq kann einen weiteren Exporterfolg verbuchen. Das Berner Startup hat in London einen Wettbewerb gewonnen und kann nun die App Grossbritannien einführen. Dies berichtet 'bahnonline.ch'.
 
Das "Billion Journey Project", ein viermonatiges Accelerator-Programm, habe über hundert Tech-Startups aus aller Welt angezogen. Hinter dem Programm steht Go-Ahead, ein grosser ÖV-Anbieter in Grossbritannien. Nach einem mehrstufigen Selektionsprozess haben die Finalisten ihre Lösungen gestern in London präsentiert. Die Berner konnten sich durchsetzen, was es ihnen ermögliche, einen Vertrag für die Einführung von Fairtiq in Grossbritannien zu unterzeichnen, so der Bericht.
 
In Grossbritannien ist der öffentliche Verkehr privatisiert und für Kunden kann der Ticketkauf mühsam sein, da Anschlusstickets teilweise bei unterschiedlichen Anbietern gekauft werden müssen. Mit der "einfachsten Fahrkarte der Schweiz" habe das Berner Jungunternehmen die Initianten des Wettbewerbs überzeugen können. Neben der Schweiz setzen auch ÖV-Anbieter in Deutschland, Österreich und den Niederlanden auf die Lösung.
 
Fairtiq-User müssen nicht im Vorfeld ein Ticket kaufen, sondern checken sich beim Beginn einer Fahrt mit der App ein und an der Endstation wieder aus. Basierend auf GPS-Daten wird ihnen danach laut Fairtiq der jeweils bestmögliche Ticket-Preis verrechnet. (kjo)