Die IT-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche vier für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
 
Ernüchterung bei SAP-Anwendern
Bei der digitalen Transformation seien sie "noch nicht sehr weit", glaubt eine Mehrheit von Schweizer SAP-Anwendern. Die Verantwortlichen haben wohl erkannt, dass es für Projekte viel Schweiss und einen langen Atem brauche, kommentiert die Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) die Ergebnisse. Während in der letztjährigen Befragung noch 43 Prozent der Unternehmen sagten, sie seien bei der digitalen Transformation weit oder sehr weit, sind es in diesem Jahr nur noch 25 Prozent. Bei über der Hälfte der Schweizer Unternehmen wird in Big Data und bei 44 Prozent in IoT investiert, während das Budget bei eben so vielen Firmen gleich bleibt wie im letzten Jahr.
 
Gerüchte: Neuer Google-Cloud-Chef soll diverse Übernahmen avisieren
Thomas Kurian war bei Oracle dafür bekannt, Dutzende kleinerer Unternehmen zu erwerben und diese zu profitablen Geschäftseinheiten zu machen. Nun ist Kurian Cloud-Chef von Google und man munkelt, dass er für seinen neuen Arbeitgeber mehrere grössere Akquisitionen plane. Im Fokus sollen dabei Atlassian und ServiceNow stehen. Es wird sich zeigen, wieviel Geld Kurian ausgeben darf. Dass er in den kommenden Monaten kaufen will und darf, gilt als gesetzt. Ebenso, dass er mit Summen wie bei der Apigee-Übernahme durch Google 2016 (625 Millionen US-Dollar) nicht weit kommen wird.
 
DSGVO: Rekordbusse für Google und Klagen gegen Streaming-Dienste
Die DSGVO besagt unter anderem, dass EU-Bürger wissen dürfen, welche personenbezogenen Daten Firmen über sie speichern. Die Non-Profit-Organisation NOYB ("None of Your Business") hat das Auskunftsrecht bei Streamingfirmen getestet. Ihr Fazit: Die meisten Firmen halten die DSGVO nicht vollständig ein. Derweil ist Google in Frankreich wegen mehrfacher Verletzung der DSGVO und des französischen Datenschutzrechts verurteilt worden. Der Konzern muss die neue Rekordsumme von 50 Millionen Euro bezahlen. Google hat dagegen Berufung eingelegt.

IBMs Watson ist eine Geldmaschine
Obwohl der Umsatz von "Big Blue", einst die grösste und mächtigste IT-Firma der Welt, im vierten Quartal 2018 etwas schrumpfte, reagierten die Anleger erfreut. Grund: IBM schnitt ein bisschen besser ab als erwartet und konnte den Umsatz in wachsenden Märkten (Analytics, Cloud) stärken. Das Analytics-Business, zum dem IBM auch den Umsatz mit dem KI-System Watson zählt, wuchs im Q4 um acht Prozent verglichen zum Vorjahr, die jährlichen Erträge aus "aaS"-Verträgen gar um 21 Prozent. Insgesamt macht der Umsatz in den Wachstumsfeldern Cloud, Analytics, Mobile, Security und Social nun etwa die Hälfte des Totalumsatzes des Konzerns aus. Übers Jahr gesehen, stagnierte IBM allerdings in allen Geschäftsfeldern.
 
Acrevis Bank kriegt neue Plattform von Puzzle ITC und VSHN
Die Schweizer Regionalbank Acrevis will eine Technologie-Plattform für neue Digitalisierungs-Vorhaben schaffen. Sie bilde das Fundament, um auch schneller und effizienter auf neue Marktbedingungen und Kundenwünsche reagieren zu können, so das Unternehmen. Als Partner für den Bau der Plattform hat die St. Galler Bank Puzzle ITC und VSHN gewählt. Auf unsere Anfrage erklärt Puzzle ITC: Es handle sich grundsätzlich um eine "Two-Speed-Integrationsarchitektur", beziehungsweise "bimodale IT". Stabil und längerfristig geplant sei die Weiterentwicklung im Backend-Bereich mit den (Legacy)-Kern-Systemen, in diesem Falle von Finnova. Schneller, agiler und experimenteller sei das Vorgehen und das Tempo, wenn es um kunden- und partnerseitige Applikationen gehe.
 
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