Cloud und IoT treiben IT-Ausgaben in die Höhe

Die globalen IT-Investitionen wachsen laut dem Marktforscher Gartner weiter. Aber fehlendes Know-how in Unternehmen verlangsame die Einführung von neuen Technologien.
 
"Trotz Unsicherheiten wegen einer möglichen Rezession, Handelskriegen und dem Brexit ist Wachstum das wahrscheinlichste Szenario für IT-Ausgaben im Jahr 2019", glaubt John-David Lovelock, Vice President Research bei Gartner. Es gebe aber einige Veränderungen was die Bereiche anbelangt, die künftig das Wachstum vorantreiben werden. "Die Ausgaben bewegen sich von gesättigten Segmenten wie Mobiltelefonen, PCs und On-Premise-RZ-Infrastruktur hin zu Cloud-Diensten und IoT-Geräten." Insbesondere IoT-Geräte würden allmählich rückläufige Umsätze in anderen Bereichen auffangen, schreiben die Marktforscher.
 
Insgesamt prognostiziert Gartner für 2019 weltweite IT-Ausgaben in der Höhe von 3,77 Billionen Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch für das Jahr 2020 gehen die Marktforscher von einem Plus aus.
 
Die Umstellung auf Cloud bleibe einer der wichtigsten Treiber für IT-Investitionen. So würde der Bereich Unternehmenssoftware weiterhin ein starkes Wachstum aufweisen. Die weltweiten Ausgaben für Enterprise-Software werden im Jahr 2019 voraussichtlich um 8,5 Prozent und im Jahr 2020 um weitere 8,2 Prozent steigen, glaubt Gartner. Gleichzeitig werde das Budget für Unternehmensanwendungen immer weiter Richtung SaaS wandern.
 
Starkes Wachstum erwarten die Marktforscher auch im Bereich IT-Services. Die Ausgaben werden sich 2019 um 4,7 Prozent und 2020 um 4,8 Prozent erhöhen.
 
Auch im Mobilfunkmarkt rechnet Gartner 2019 mit einem leichten Wachstum von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum werde in den gesättigten Märkten wie USA, China und Westeuropa wieder von Ersatzzyklen getrieben. Viele Kunden hätten ihre Geräte relativ lange behalten. 2018 war der Markt deshalb um 1,2 Prozent rückläufig.
 
Zusätzlich zu Änderungen des Kaufverhaltens würde sich auch mangelndes Know-how auf die IT-Ausgaben in Unternehmen auswirken, schreibt Gartner. In Unternehmen würden Mitarbeitende fehlen, die über Know-how in Bereichen wie KI, Machine Learning oder Data Sciences verfügten. Dies führe zu einer langsameren Einführung von neuen Technologien. "Die Anforderungen ändern sich schneller als je zuvor und fast die Hälfte der IT-Mitarbeiter benötigt dringend Fähigkeiten oder Kompetenzen, um ihre Digitalisierungsinitiativen zu unterstützen", kommentiert Lovelock. (kjo)
 
Hinweis: Wie sieht der Schweizer Markt aus? Philipp Ziegler weiss es und sagt es uns am Inside Channels Forum 2019 am 31.1.2019 in Aarau. Das Forum ist fast ausverkauft, aber einige unserer Sponsoren könnten noch ein paar letzte Tickets zu verschenken haben.