Luzern investiert 18 Millionen Franken in UCC

Die traditionelle Telefonie hat in der Luzerner Kantonsverwaltung ausgedient. Der Kantonsrat hat heute einen Sonderkredit von 18 Millionen Franken genehmigt, damit eine integrierte Kommunikations- und Kollaborationslösung (UCC) eingeführt werden kann.
 
Heute kommunizieren die Kantonsangestellten über E-Mail, Intranet und traditionelle Telefonie. Letztere Infrastruktur stammt aus den 1990er-Jahren. Sie sei am Ende ihres Lebenszyklus' angelangt und erfülle die Anforderungen eines digitalen Kantons nicht, begründete der Regierungsrat den Kreditantrag im Dezember in seinem Bericht. Der Kantonsrat hiess den Kredit nun mit 96 zu 0 Stimmen gut.
 
Die Einführung des neuen Systems soll 8,4 Millionen Franken kosten. Die wiederkehrenden Kosten für den Betrieb über neun Jahre belaufen sich auf 9,6 Millionen Franken.
 
Es werde eine alte Telefonanlage ersetzt und gleichzeitig Effizienzsteigerungen ermöglicht, sagte der Sprecher der vorberatenden Kommission. Der Regierungsrat rechnet mit Einsparungen von drei Millionen Franken jährlich. Dies kompensiere die Betriebskosten, die künftig mit rund einer Million Franken mehr als doppelt so hoch ausfallen werde wie heute, führte er aus.
 
Die neue Lösung werde insbesondere im Verwaltungsgebäude am Seetalplatz in Emmen zum Einsatz kommen. Im geplanten Bau für 1300 Mitarbeitende mit einem Open-Space-Bürokonzept werden keine traditionellen Telefone mehr auf den Pulten stehen, sondern jeder Mitarbeiter soll von einem beliebigen Ort aus arbeiten. Daneben stehen neue Tools zur Verfügung wie Videokonferenz, Online-Meeting, Desktop-Sharing, gemeinsames Bearbeiten von Dokumenten und virtuelle Arbeitsräume. (sda/kjo)