Seilziehen um Departement Informatik der FH Ostschweiz

Der Kanton St. Gallen will die drei Fachhochschulen Buchs, St. Gallen und Rapperswil zusammenlegen. Aus den drei FHs soll neu die Fachhochschule Ostschweiz entstehen. Es liegt in der Natur der Sache, dass die Verteilung der Departementsleitungen zwischen den drei Standorten zu Diskussionen Anlass gibt.
 
So beschloss die "designierte Trägerkonferenz" Mitte Januar, die Leitung des wichtigen Departements Informatik in Rapperswil anzusiedeln. Der Bereich Elektrotechnik wird neu dem Departement Technik zugeschlagen, dessen Leitung in Buchs zu liegen kommt. Die Departemente selbst sollen "standortübergreifend" angelegt werden. Man wird also Informatik nicht ausschliesslich in Rapperswil studieren können. Das Rektorat der neuen FH Ostschweiz wird ebenfalls in Rapperswil platziert.
 
Nun gibt es Opposition gegen die geplante Verteilung der Departementsleitungen, wie die 'Südostschweiz' heute berichtet. "Fehlentscheide verhindern eine zukunftsträchtige Entwicklung", titelt beispielsweise Kantonsrat Max Lemmenmeier (SP) eine einfache Anfrage. Der Ostschweizer Hotspot für Informatik liege in der Stadt St. Gallen, wo beispielsweise Namics den Hauptsitz hat.
 
Auch, dass das Rektorat nach Rapperswil verlegt werde, sei falsch. Denn "Rappi" orientiere sich nach Zürich. Deshalb widersprächen die Pläne der Absicht, eine Metropolitanregion St. Gallen-Bodensee-Rheintal zu schaffen, argumentiert Lemmenmeier.
 
Die Fachhochschule Rapperswil hat bezüglich Informatik-Ausbildung, insbesondere aber nicht ausschliesslich im Unterbereich IT-Security, einen guten Ruf. (hc)